Foto: Jörg Dembinski

Mit Auswärtssieg Nummer drei und zwei Punkten im Gepäck ging es für die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen am Samstagabend mit guter Laune auf den rund 300 Kilometer langen Heimweg aus Waiblingen zurück an den Rhein.

Der 31:26-Erfolg der Werkselfen beim Schlusslicht VfL Waiblingen war verdient, auch wenn er rund zehn Minuten vor dem Ende noch einmal kurz ins Wanken geriet. Die in den rosa Auswärtstrikots angetretenen Elfen übernahmen nach zweimaligem Rückstand zu Spielbeginn dann recht schnell das Zepter in der ersten Halbzeit.

Besonders Jung-Nationalspielerin Viola Leuchter war kaum zu stoppen und steuerte sechs Treffer aus sieben Versuchen zur 14:11-Pausenführung bei. Überhaupt glänzte das Team von Trainer Johan Petersson in den ersten 30 Minuten mit einer Wurfquote von 70 Prozent, während die Tigers nur auf 55 Prozent kamen.

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Auch nach dem Wechsel ging es für Gäste aus Leverkusen zunächst munter weiter. Mareike Thomaier und Naina Klein waren es nun, die mit ihren Torerfolgen weiterhin für einen scheinbar beruhigenden Vorsprung sorgten. Nach Kleins Treffer ins leere Tor zum 16:22 schien nach 43 Minuten alles auf einen klaren Auswärtssieg hinauszulaufen. Doch die Elfen machten noch einmal die Tür auf und die Waiblingen Tigers kämpften sich mit einem 5:0-Lauf bravourös auf 21:22 (50.) heran.

Zweimal Mareike Thomaier und einmal Viola Leuchter sorgten dann wieder dafür, dass es beim 22:25 (55.) wieder etwas deutlicher zugunsten der Gäste aussah. VfL-Trainer Thomas Zeitz nahm eine letzte Auszeit, doch die Elfen behielten kühlen Kopf und waren nach einem Treffer von Fem Boeters nach überragendem Anspiel von Leuchter sowie nach einem Gegenstoßtreffer von Klein zum 23:28 zwei Minuten vor dem Ende auf der sicheren Seite.

„Ich hätte mir es etwas entspannter gewünscht in der zweiten Hälfte, aber das war mir wohl nicht vergönnt. Die Waiblinger haben noch einmal einen Lauf bekommen, während bei uns in dieser Phase nichts funktionierte“, so Johan Petersson.

Der Schwede schwankte nach der Partie zwischen Zufriedenheit und Erleichterung: „Wir haben viele gute Sachen in Abwehr und Angriff gemacht. Leider aber auch zu viele technische Fehler und hatten diesmal keine gute Torhüterleistung. Aber am Ende haben wir die zwei Punkte, das ist es, was zählt. Nun wollen wir daheim gegen Zwickau nachlegen und Revanche nehmen für die deutliche Hinspielniederlage.“

Das Nachholspiel gegen den BSV Sachsen Zwickau, der sich mit einem 27:21-Heimerfolg gegen Halle-Neustadt etwas Luft im Tabellenkeller verschaffte, wird am Donnerstag um 19.30 Uhr in der Ostermann Arena angepfiffen.

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