Herbert Müller Thüringer HC (Foto: Jörg Dembinski)

Foto: Jörg Dembinski

Mit einem 32:24 (11:7)-Arbeitssieg entschied der Thüringer HC den 18. Bundesligaspieltag gegen die VfL Waiblingen Tigers für sich. Die Gäste boten dem Tabellenzweiten lange Paroli und ließen den Thüringerinnen keine Möglichkeit, das Spiel frühzeitig zu entscheiden. Erst zum Ende der Begegnung bewies der THC den längeren Atem und baute die Führung auf acht Tore aus und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Beste Torschützin aufseiten der Gastgeberinnen war mit zehn Toren Johanna Reichert. Für die Tigers traf Mathilde Ehlert 7-mal.

Der Thüringer HC trat mit Personalproblemen zum Spiel gegen die Tigers an. Neben Sonja Frey fehlen Irma Schjött, Annika Lott und Madeleine Hilby. Drei Minuten dauerte es, bis der erste Treffer fiel. Nathalie Hendrikse brachte das eigene Team per Strafwurf in Führung. Gegen die beherzt zugreifende THC-Abwehr taten sich die Gäste zunächst schwer. Das erste Tor der Waiblingerinnen fiel nach sieben gespielten Minuten, Caren Hammer traf zum 2:1. Im Torewerfen taten sich beide Mannschaften schwer. Die Abwehrreihen agierten offensiv und vereitelten die Gegentreffer. Nach zehn Minuten lag der THC mit 3:2 vorn.

Auf der Spielmacherposition des THC übernahm Anika Niederwieser zusammen mit Jennifer Rode das Zepter. Die Gastgeberinnen erhöhten trotz der geringen Trefferquote langsam aber stetig den Druck. Nach 13 Minuten nahm Thomas Zeitz beim Stand von 5:3 die erste Auszeit der Partie. Nach Wiederanpfiff gingen die Tigers deutlich mutiger zu Werke und suchten ihre Chancen, die von der THC-Abwehr immer wieder vereitelt wurden, dazu kamen mehrere Fehlwürfe. Zehn Minuten vor der Pause lag der Tabellenzweite mit 8:5 in Führung. Man merkte deutlich, dass der THC noch Probleme im Spielaufbau hatte.

frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt
frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt

In der 22. Spielminute nahm Herbert Müller sein Team Timeout, um die Abstimmungen im Angriffsspiel zu verbessern. In der Abwehr gab es bisher wenig zu bemängeln. Fünf Minuten waren noch zu spielen, als Lara Eckert mit dem Treffer zum 10:6 die Schlussphase der ersten Spielhälfte einläutete. Mit einem sehenswerten Unterarmwurf zirkelte sie den Ball flach durch die Abwehr ins THC-Tor. Nach einem Lattentreffer der Tigers ertönte beim 11:7 die Sirene zur Halbzeitpause in einem bisher eher torarmen Spiel.

Den besseren Start nach der Pause erwischten die Thüringerinnen. Nach dem Treffer der Gäste zum 11:8 legte der Thüringer HC mit drei Toren in Folge nach – 14:8. Der VfL Waiblingen wehrte sich nach Kräften und nutzte die sich ergebenden Tormöglichkeiten, um den THC nicht enteilen zu lassen. Der Ausfall der Spielmacherinnen machte sich aufseiten der Gastgeberinnen bemerkbar. Der THC verwaltete routiniert die Führung und hielt die Tigers auf Distanz. Nach 45 Minuten stand ein 20:17 auf der Anzeigetafel. Laura Kuske, die inzwischen das Tor hütete, glänzte mit sehenswerten Paraden.

Die Abwehr der Waiblinger Damen stand deutlich offensiver und risikofreudiger in der Abwehr. Das bewiesen die insgesamt vier Zeitstrafen. Das hinderte Johanna Reichert nicht, ihr achtes Tor zum 25:21 im gegnerischen Netz unterzubringen. Die Abwehr des THC wurde löchriger, das bemerkte Mathilde Ehlert und zog mehrfach erfolgreich in die Lücken. In der Schlussphase nahm der THC noch mal Fahrt auf. Vier Minuten vor dem Schlusspfiff lagen die Gastgeberinnen mit 29:23 vorn. Thomas Zeitz rief sein Team an die Seitenlinie zum Gespräch. Das 30. Tor erzielte Yuki Tanabe in der 58. Minute. Der THC zeigte sich in den letzten Minuten als Favorit und entschied das Spiel etwas deutlicher als der Spielverlauf erwarten ließ mit 32:24 für sich.

Ihr wollt frauenhandball.com einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutzt dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass ihr fundierte Berichterstattung dieser Art auch in Zukunft möglich macht.