Foto: Jörg Dembinski

Die Handballerinnen des TSV Bayer 04 Leverkusen haben im Achtelfinale des DHB-Pokals dem großen Favoriten und Titelverteidiger SG BBM Bietigheim einen großen Fight geliefert. Das Team von Trainer Johan Petersson bot dem Deutschen Meister bis zur letzten Sekunden Paroli und verlor am Ende knapp mit 24:26 (10:12).

Zu Beginn des Spiels schien alles auf eine klare Sache für den Champions-League-Teilnehmer aus Baden-Württemberg hinauszulaufen. Das Team von Bundestrainer Markus Gaugisch, an selbiger Stelle im Frühjahr deutlich mit 37:19 erfolgreich, führte schnell mit 4:1. Petersson nahm eine Auszeit und schien die richtige Ansprache gefunden zu haben. Die Werkselfen kamen gestützt auf eine starke Miranda Nasser im Tor besser ins Spiel und nutzen ihre Chancen nun konsequenter.

Aus einem 2:6-Rückstand wurde ein 7:6 für die Gastgeberinnen, auch eine Auszeit von Gaugisch beim Stande von 6:6 konnte den 5:0-Lauf der Elfen nicht stoppen. In der Folge blieb es ein interessantes, rassige Pokalspiel auf Augenhöhe, das mit einer knappen 12:10-Führung für die Gäste in die Halbzeit ging. Die Elfen erwischten dann den besseren Start in Halbzeit zwei und lagen beim 15:13, Mareike Thomaier traf in dieser Phase zweimal in Folge, erstmals mit zwei Toren in Front. In der Folge wechselte die Führung mehrmals.

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Fünf Minuten vor dem Ende wurde Mariana Ferreira Lopes bei einem Gegenstoß zu Fall gebracht. Die Schiedsrichter entschieden auf Strafwurf und verhängten eine Zeitstrafe gegen Kelly Dulfer. Die Bayer-Kapitänin verwandelte höchstselbst zum 24:24-Ausgleich und das Spiel ging in die entscheidende Phase. Beide Teams ließen in der Folge gute Chancen liegen, ehe Kelly Dulfer 24 Sekunden vor dem Abpfiff das 24:25 gelang. Petersson nahm eine Auszeit und brachte eine siebte Feldspielerin. Doch die Elfen verloren den Ball, den Karolina Kudlacz-Gloc zum 24:26- Endstand im verwaisten Tor unterbrachte.

„Ich bin sehr zufrieden mit unserem Spiel. Wir haben eine super Abwehr mit einer starken Torhüterin gestellt. Wir hatten auch vorne unsere Möglichkeiten, dieses Spiel sogar zu gewinnen. Aber da fehlte ein wenig die Erfahrung und wir haben ein paar technische Fehler zu viel gemacht. Es war ein sehr gutes Spiel von uns“, so Elfen-Trainer Johan Petersson.

Sein Pendant Markus Gaugisch war naturgemäß mit dem Erreichen der nächsten Pokalrunde zufrieden, sparte aber auch nicht mit Lob für den Gegner: „Nach den fünf Wochen EM-Pause war bei uns die Leichtigkeit noch nicht da. Man sieht aber auch auf der anderen Seite, dass Johan einen tollen Job macht und uns mit seiner antizipativ deckenden Verteidigungsreihe vor Probleme gestellt hat.“

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