Im Kampf um den Einzug ins DHB-Pokal-Viertelfinale musste sich der Thüringer HC auswärts mit 32:34 (16:14) gegen TuS Metzingen geschlagen geben. Lange lag der THC knapp vorn, konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. In der Schlussphase leisteten sich die Gäste die entscheidenden Fehler im Abschluss, zeigten Schwächen in der Abwehr und mussten sich letztendlich dem Druck der Gastgeberinnen geschlagen geben. Beste Werferin der TuSsies war Lena Sophia Degenhardt mit neun Toren. Nathalie Hendrikse erzielte für den THC elf Treffer.

Aus der Abwehr heraus eroberte sich der Thüringer HC den Ball und vereitelte damit den ersten Angriff des TuS Metzingen. Dem Führungstreffer durch Nathalie Hendrikse folgte der schnelle Ausgleich von Dagmara Nocum. In der dritten Minute der erste Siebenmeter für die Gäste, Sonja Frey verwandelte sicher zum 1:2. Die Metzingerinnen versuchten früh den Druck aufzubauen, die Abwehr des THC hielt offensiv dagegen.

Im Tor parierte Nicole Roth und verhinderte den Ausgleich. Im Tor der Tussis stand Lea Schüpbach richtig und verhinderte, dass Gäste die Führung ausbauten. Einfache Fehler im Spielaufbau des THC ermöglichten dem TuS Metzingen selbst in Führung zu gehen. In der 9. Minute die 4:3 Führung, Sonja Frey mit dem Ausgleich von der Strafwurflinie. Auf der Gegenseite kassierte der THC die erste Zeitstrafe, Sara Rønningen musste auf die Bank. Das Unterzahlspiel glich Trainer Herbert Müller mit dem Empty Goal aus. Die zwei Minuten überstanden die Thüringerinnen unbeschadet und holten sich die Führung zurück – 5:6, 14. Minute.

Es gelang den Gästen nicht, sich weiter abzusetzen. Jedem Torerfolg folgte die schnelle Antwort der Schwäbinnen. Mitte der ersten Halbzeit erzielte Sonja Frey das 6:8. Die Zweitoreführung brachte nicht die gewünschte Entlastung, Magda Balsam glich knapp zwölf Minuten vor dem Halbzeitpfiff zum 9:9 aus. Das dynamische Eingreifen aus der Abwehr heraus brachte den THC ins doppelte Unterzahlspiel. Metzingen nutzte die Chance und legte zum 11:10 vor. Von der Strafwurflinie glich Nathalie Hendrikse postwendend aus. Nach einem technischen Fehler der Gastgeberinnen eroberte sich der THC die Führung zurück – 11:12.

Knapp neun Minuten Spielzeit standen in der ersten Halbzeit auf der Uhr, als Herbert Müller die grüne Karte zog und sein Team an die Seitenlinie bat. Beide Teams agierten nun hektischer und dies spiegelte sich in einfachen Ballverlusten und ausgelassenen Chancen wider. Die Gäste blieben ihrer Taktik treu und störten früh den Spielaufbau der Metzingerinnen. Yuki Tanabe legte zwei Minuten vor der Pause das 13:15 vor. TuS-Trainer Werner Bösch reagierte und nahm noch eine Auszeit. Von der Strafwurflinie stellte Nathalie Hendrikse den Pausenstand zum 14:16 her.

Noch war alles offen und das Spiel versprach in der zweiten Spielhälfte weiterhin spannend zu bleiben. Die Gäste begannen nach dem Wiederanpfiff. Mit ihrem vierten Siebenmeter netzte Nathalie Hendrikse zum 14:17 ein. Nach drei Minuten verkürzt Katarina Pandza für die Schwäbinnen. Zwei Treffer in Folge und Metzingen kam auf ein Tor heran – 17:18. Die Thüringer Mannschaft ließ sich nicht aus dem Konzept bringen und spielte einen neuen Dreitorevorsprung heraus – 17:20. Beide Teams kämpften verbissen, der Thüringer HC verteidigte die Führung, Metzingen kämpfte um den Anschluss. Nach 40 gespielten Minuten waren die TuSsies wieder dran – 21:22.

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Zwei Minuten später der Ausgleich zum 23:23, die Frauen in Pink ließen sich nicht abschütteln. Das Tempo blieb auf beiden Seiten hoch und eine Vorentscheidung war nicht in Sicht. Kleinigkeiten machten in dieser Phase den Unterschied und so legte der THC wieder 23:26 vor. In der Abwehr gingen beide Mannschaften nicht zimperlich zur Sache, die Folge, Zeitstrafen auf beiden Seiten. Metzingen, zuerst wieder vollzählig, verkürzte in der 47. Spielminute auf 25:26. Egal was der THC versuchte, die Gastgeberinnen blieben auf Tuchfühlung. Beim Stand von 27:28 nahm Herbert Müller sein nächstes Team Timeout.

Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff das 28:28. Lena Degenhardt mit der Führung für die Gastgeberinnen, Nathalie Hendrikse zum sechsten Mal erfolgreich von der Strafwurflinie – 29:29. Sieben Minuten Restspielzeit, die Gastgeberinnen zogen sich zur Auszeit zurück. Auf der Anzeigetafel, das 30:30. Metzingen legte wieder vor, der Ballverlust beim THC kam da mehr als ungelegen. Die TuSsies mit der Chance, die Führung auszubauen, aber Irma Schjött wehrte mit einer sehenswerten Parade den Ball ab und hielt das Spiel offen. Im Gegenzug setzte Annika Lott den Ball neben das gegnerische Tor, Lena Degenhardt erhöhte auf 32:30.

Noch drei Minuten blieb Zeit. Metzingen mit cleveren Aktionen, so wurde Anika Niederwieser ins Stürmerfoul gezwungen und die Schwäbinnen bauten den nächsten Angriff auf. Irma Schjött rette noch mal auf der Gegenseite, doch gleich zweimal war der Pfosten für Sonja Frey und Johanna Stockschläder im Weg. Letzte Minute – Metzingen netzt zum 33:30 ein, damit war das Spiel entschieden. Die Auszeit von Herbert Müller nutzte da schon nichts mehr. Rebecca Nielsen parierte noch einen direkten Wurf auf ihr Gehäuse und zog mit ihrer Mannschaft nach einem 34:32-Erfolg ins Viertelfinale des DHB-Pokals ein.

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