Foto: SG Schozach-Bottwartal

Die Zweitliga-Handballerinnen der SG Schozach-Bottwartal haben ihren dritten Punktgewinn gefeiert – und damit den ersten unter dem neuen Trainer Jürgen Krause.

„Die sind definitiv frustrierter als wir“, sagte der SG-Coach direkt nach dem 23:23 (9:11) im Heimspiel gegen den HC Rödertal mit Blick auf die gegnerische Mannschaft. Während die Rödertalbienen eher mit hängenden Köpfen das Feld verließen, feierten die SG-Spielerinnen den dritten Punktgewinn der Saison. Nach dem Auftaktsieg gegen die SG Mainz-Bretzenheim hatte es zuletzt sechs Niederlagen in Folge gesetzt. Doch gegen den HC Rödertal hielt sich die SG Schozach-Bottwartal „voll an den Plan“.

„Es war viel mehr Druck im Angriff. Wir haben in der ersten Halbzeit noch fünf Hundertprozentige vergeben und waren dennoch nur mit zwei Toren hinten. Und die zweite Hälfte haben wir mit zwei gewonnen – ich bin vollauf zufrieden“, lobte Jürgen Krause seine Mannschaft. Die Zuschauer in der vollbesetzten Beilsteiner Langhanshalle sahen nicht unbedingt ein hochklassiges Spiel, beide Mannschaften agierten über die gesamte Zeit recht nervös und leisteten sich immer wieder technische Fahler. „Aber im Abstiegskampf geht es auch nicht darum, einen Schönheitspreis zu gewinnen“, so Krause.

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Während die SG es durch viel Arbeit und Kampf in der Defensive schaffte, die Größennachteile insbesondere gegenüber den Rödertaler Rückraumspielerinnen auszugleichen, war sie im Angriff immerhin erfolgreich genug, um stets auf Schlagdistanz zu bleiben. Maximal drei Tore betrug der Rückstand. Doch nie kamen die Gäste so gut ins Spiel, dass sie sich entscheidend absetzen konnten. „Als wir zehn Minuten vor Schluss mit 18:20 hinten waren, hatte ich kurz die Befürchtung, dass es jetzt kippt“, so Krause.

Doch seine Spielerinnen kamen wieder ran und hatten mehrfach sogar die Chance in Führung zu gehen. Das schafften sie allerdings nicht, eine Minute vor Schluss hieß es 22:23. Etwas Glück hatte die SG schließlich, als Rödertals Victoria Hasselbusch in dieser Phase eine Zeitstrafe kassierte, die sicher nicht jeder Schiedsrichter gegeben hätte. 13 Sekunden vor der Sirene erzielte Natascha Weber mit ihrem insgesamt neunten Treffer das 23:23 – und hatte bei dem abgefälschten Wurf ebenfalls das nötige Quäntchen Glück. Die Gäste versuchten, über die schnelle Mitte nochmals zum Torerfolg zu kommen, doch der letzte Wurf aus gut zwölf Metern von der Seitenlinie wurde zur sicheren Beute der an diesem Abend sehr starken Rena Keller im SG-Kasten.

Ein ganz besonderes Spiel war die Partie übrigens für SG-Rückraumspielerin Lisa Loehnig, die bis vor zwei Jahren noch beim HC Rödertal spielte. „Das war natürlich etwas Besonderes, ich habe mit bestimmt sieben Spielerinnen von heute noch zusammen auf dem Feld gestanden. Aber am Ende ist es vor allem wichtig, dass wir das Remis geholt haben – egal gegen wen“, freute sich die 26-Jährige. Die nächste Chance auf einen Punktgewinn hat die SG Schozach-Bottwartal am kommenden Samstag beim ESV Regensburg – der ist übrigens der Ex-Verein von Natascha Weber.

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