Foto: Hans-Christian Wagner

Regensburg – Im vergangenen Jahr gab es das Duell Regensburg gegen Werder Bremen sportartübergreifend viermal, nach dem Aufstieg der Fußballer von der Weser in die Bundesliga müssen die Jahn-Kicker auf Duelle mit den Grün-Weißen erstmal verzichten. Die Zweitliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg dürfen sich dagegen weiter auf den großen Namen freuen: Bremen trotzte in der abgelaufenen Runde seinen enormen Verletzungssorgen noch rechtzeitig genug und sicherte sich mit dem Klassenerhalt die achte Zweitliga-Saison in Serie.

Derart etabliert sind die Bunkerladies noch lange nicht, der Saisonauftakt mit 8:4 Punkten und Rang fünf im Sechzehnerfeld deutet aber nach einem Fünftel der Runde an, dass es auch an der Donau mit einem dritten Jahr klappen könnte. „Wir können – speziell auch aufgrund der Personalsituation – sehr zufrieden mit dem Saisonstart sein, zumal wir ja auch schon vier Auswärtsspiele hatten“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky. Dennoch ändere sich nichts an der Herangehensweise: „Wir schauen von Spiel zu Spiel, aber natürlich möchten wir unsere gute Form mit sechs unbesiegten Partien gerne weiter ausbauen.“

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Das wird gegen Bremen nicht einfach, auch wenn der ESV bislang beide Vergleiche mit Werder für sich entscheiden konnte. „Beide Spiele hätte aber auch Bremen gewinnen können“, erinnert sich Trainer Csaba Szücs. Die Hansestädterinnen haben einen guten Kader. Auf den Außenpositionen tummeln sich die erstligaerfahrenen Elaine Rode und Vanessa Plümer (rechts) und Alina Otto (links). Die Denker- und Lenkerin ist Denise Engelke: Die Spielmacherin belegt nicht nur Platz zehn der Torschützenliste, sondern ist auch die beste Assistgeberin der Liga, dicht gefolgt von ESV-Rückraumspielerin Amelie Bayerl. 

Die Mannschaft des niederländischen Trainers Robert Nijdam ist trotz ihres gut besetzten, ausgeglichenen Kaders mit 4:8 Zählern hinter ihren Erwartungen und Möglichkeiten zurück. Verantwortlich dafür ist die 25:26-Heimniederlage gegen Rödertal. Das macht die Hansestädterinnen aber umso gefährlicher, da sie sicher alles daransetzen werden, nicht noch weiter in Richtung Abstiegsplätze abzurutschen.

Die Regensburgerinnen sind gewarnt, möchten sich aber primär auf ihr eigenes Spiel konzentrieren. Das war mit vier Siegen in Folge zuletzt sehr erfolgreich und fußte auf einer starken Defensive. Gelingt es den Donaustädterinnen erneut, eine stabile Deckung zu stellen und weniger als 25 Gegentore zu kassieren, stehen die Chancen auf einen Heimsieg gut. Im erst dritten Ligaauftritt – das letzte Heimspiel war das 31:20 gegen Nürtingen am 8. Oktober ‑ vor eigenem Publikum hoffen die Spielerinnen auf das „Bunkerbeben“ ihrer Fans auf den Rängen und Coach Szücs darauf, dass es in dieser Woche keine kurzfristigen Ausfälle gibt. Anwurf ist um 18 Uhr.

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