Foto: Sport-Union Neckarsulm

Nach dem Erfolg im DHB-Pokal reist die Sport-Union Neckarsulm am kommenden Samstag zu den HSG Bad Wildungen Vipers nach Nordhessen. Um 19 Uhr geht es am 5. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen in der Sporthalle Edertal um die beiden letzten Pluspunkte vor der Pause, für die Sport-Union ist es allerdings erst das dritte Ligaspiel im bisherigen Saisonverlauf.

Die HSG Bad Wildungen Vipers sind mit doppelt so vielen Spielen und einem ausgeglichenen Punkteverhältnis gut in die Saison gestartet und stehen aktuell auf dem 7. Tabellenplatz der Handball Bundesliga Frauen. Zum Saisonauftakt gab es in Metzingen eine Niederlage, im Anschluss folgten ein knapper Heimsieg gegen Zwickau und ein deutlicher Erfolg beim Aufsteiger Waiblingen. Am letzten HBF-Spieltag mussten sich die Vipers erwartungsgemäß der SG BBM Bietigheim geschlagen gegeben. Im DHB-Pokal war Bad Wildungen am vergangenen Wochenende beim Zweitligisten SV Werder Bremen selbst in der Favoritenrolle und setzte sich deutlich mit 35:24 durch.

Der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Vipers ist die Achse um den stark besetzten Rückraum sowie Annika Ingenpaß am Kreis. Mit 28 Toren führt Ingenpaß die Torschützinnenliste der Vipers an und wird von Jana Scheib, Verena Oßwald und Anika Hampel besonders häufig gesucht. Dazu ist besonders Jana Scheib mit Würfen aus dem Rückraum und hat bereits 22 Treffer im Saisonverlauf erzielen können. Im Tor vertrauen die Vipers weiterhin auf die Schweizer Nationaltorhüterin Manuela Brütsch, die immer wieder zu einem entscheidenden Faktor werden kann. Verzichten muss Bad Wildungen aktuell auf die ehemalige Neckarsulmerin Anouk Nieuwenweg, die nach einer Operation am Knie ausfallen wird.

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Die Reise nach Bad Wildungen wird vor allem für eine Spielerin im Kader der Sport-Union eine besondere Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte. Zwei Jahre lang spielte Munia Smits in Nordhessen und wurde in der vergangenen Saison Toptorschützin im Trikot der Vipers, kann bei ihrer Rückkehr am Samstagabend verletzungsbedingt leider weiterhin nicht mitwirken. Dazu gesellt sich mit Carmen Moser eine weitere Rückraumschützin in den Kreis der Verletzten. Beim DHB-Pokalspiel in Waiblingen verletzte sich die 27-Jährige in der Schlussphase an der Schulter und wird für das letzte Spiel vor der EM-Pause ebenfalls ausfallen.

Dennoch möchte das Team um Trainerin Tanja Logvin den Schwung aus dem erfolgreichen Abend in Waiblingen mitnehmen und erwartet in Bad Wildungen einen heißen Kampf um die beiden Punkte. Gegen die Tigers haben die Neckarsulmerinnen mit viel Tempo gespielt und konnten sich in der Defensive auch dank einer starken Torhüterleistung immer wieder auszeichnen, wodurch letztendlich ein souveräner und deutlicher Auswärtssieg gefeiert werden konnte.

„Wir müssen wieder eine Leistung wie zuletzt in Waiblingen zeigen und jede Spielerin muss ihre Aufgaben zu 100% erledigen, damit wir in Bad Wildungen erfolgreich sein können. Das ist ein etablierter Erstligist und mit allem Respekt vor Waiblingen noch einmal eine andere Herausforderung als am vergangenen Wochenende.“, warnt Logvin vor der Auswärtshürde bei den Vipers.