Foto: Daniel Bamberger

Das erste Auswärtsspiel der Saison führte die Kurpfalz Bären direkt ins 600 Kilometer entfernte Großröhrsdorf, mit einer Energieleistung erkämpfte sich die Mannschaft von Trainerin Franzi Steil beim 26:26 (15:14) gegen den HC Rödertal den ersten Punkt der Spielzeit.

90 Sekunden vor Spielende lagen die Bären 25:26 zurück, Rödertal hatte den freien Wurf zum Sieg, Isabelle Wolf aber scheiterte. Mit dem letzten Angriff gelang Spielführerin Lea Marmodee der viel umjubelte Ausgleich. „Wir sind superglücklich mit dem Punkt. Ich bin stolz wie sich die Mannschaft nach einer schwierigen zweiten Halbzeit belohnt hat“, so Steil. 

Das Tore werfen fiel den Spielerinnen aus der Enderlegemeinde in den ersten Partien schwer, davon war in der Anfangsphase nichts zu sehen. Nach nicht mal zwei Minuten führten die Bären nach Treffern von Rebecca Engelhardt (2) und Gianina Bianco 3:0, gestützt auf einer beweglichen Defensive mit einer starken Johanna Wiethoff im Tor präsentierte sich die neu formierte Mannschaft selbstbewusst und mit viel Spiellaune. „Wir haben in der ersten Hälfte unseren Matchplan konsequent umgesetzt. Die Mädels hatten die Köpfe oben, waren selbstbewusst und haben an sich geglaubt“, so Steil, die nach elf Minuten eine 8:4-Führung ihrer Mannschaft sah.

frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt
frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt

Rödertal aber arbeitete sich in die Begegnung und zeigte, warum man bereits drei Punkte auf der Habenseite hatte. Angepeitscht von 400 Fans und einer treffsicheren Lena Smolik (8 Treffer) glichen die Gastgeberinnen nach einem 4:0 Lauf zum 14:14 (29.) erstmals aus, die Bären konnten sich in Halbzeit eins auf eine treffsichere Bianco (8 Tore) verlassen und gingen mit 15:14 in die Pause. Der Aufsteiger hatte zu diesem Zeitpunkt seine Defensive auf eine offensivere Variante umgestellt. 

Mit dieser kam die Steil-Sieben in der Folge nicht zurecht, machte zu viele einfache technische Fehler oder scheiterte im Abschluss. So hießt es nach 43 gespielten Minuten 17:20 aus Sicht der Bären, aber die Mannschaft „hat sich zu keinem Zeitpunkt der Partie aufgegeben, an sich geglaubt“ und konnte durch Lara Frey zum 23:23 ausgleichen (53.). Nele Wenzel und Mireia Torras Parera erhöhten gar auf 25:23 (55.), der erste Saisonsieg schien zum Greifen nah, doch Rödertal schlug zurück, glich aus und lag 26:25 in Front, der Rest blieb Spannung und ein am Ende gerechtes Unentschieden. 

„Das war ein Wechselbad der Gefühle, am Ende sind wir glücklich über den ersten Punkt der Saison. Die Entwicklung der Mannschaft und der Spielerinnen ist zu sehen, wir wissen um die Wichtigkeit der kommenden Wochen“, so Steil in ihrer Analyse. 

Du willst frauenhandball.com einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutze dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass du die Berichterstattung jetzt und auch in Zukunft möglich machst.