Foto: Jörg Dembinski

Es ist die Rückkehr auf die internationale Bühne: Mit dem Spiel gegen Hypo Niederösterreich in der European League tritt am Samstag, 18 Uhr, zum ersten Mal seit der Saison 2016/17 wieder eine Handballmannschaft des VfL Oldenburg zu einem internationalen Wettbewerb an. Für fast alle Spielerinnen ist die Teilnahme dabei eine Premiere – auch für Trainer Niels Bötel.

„Die Vorfreude ist groß, dass wir mit dieser Mannschaft zum ersten Mal im Europacup spielen und als VfL Oldenburg auch europäisch eine Duftmarke setzen zu können“, sagt der Oldenburger Coach, der sich mit dem VfL-Tross am Freitagmorgen im Bus auf den Weg nach Österreich machte.

„Es ist eine Belohnung für das, was wir im Pokal geleistet haben“, blickt Bötel dabei noch einmal auf die DHB-Pokal-Finalteilnahme in der vergangenen Saison zurück, mit der sich die Huntestädterinnen sportlich für den Europapokal qualifizierten. Zur Teilnahme mussten der Verein zuvor aber auch die finanziellen Rahmenbedingungen schaffen. Das gelang. „Uns hat es unglaublich gefreut, dass uns so viele Sponsoren unterstützen und uns damit zeigen, wie sehr sie hinter uns stehen“, sagt VfL-Kapitänin Merle Carstensen.

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Am Samstag wartet im Hinspiel der 2. Runde mit Hypo Niederösterreich nun ein europäisches Schwergewicht. 44 Mal sicherte sich das Team die Österreichische Meisterschaft, ist Champions League-Rekordsieger. „Sie sind ein starkes Team, das in der Vergangenheit viele Titel gewonnen hat“, weiß auch Niels Bötel. In die österreichische Liga ist Hypo mit vier souveränen Siegen gestartet. „Auf uns wartet ein schwerer Gegner, der schwer einzuschätzen ist“, sagt Bötel: „Sie haben in der Liga nicht so viele enge Spiele, das macht die Analyse nicht so einfach.“ Dennoch sehen sich die Oldenburgerinnen gut auf das Spiel vorbereitet. „Wir sind heiß darauf, unsere Stärken zu zeigen“, verrät der VfL-Coach: „Wir wollen alles raushauen und versuchen, Hypo unser Spiel aufzuzwängen.“

Die große Belastung aus Liga, Pokal und Europa sieht er dabei nicht als Problem an: „Wir müssen es in der Trainingsbelastung steuern. Ich sehe uns dank der guten Arbeit im Sommer aber gut vorbereitet.“ Und dann wäre da ja noch etwas, das aus Sicht von Kapitänin Merle Carstensen mit den Reisen durch Europa noch einen zusätzlichen Schub geben könnte. „Es ist für uns ein absolutes Highlight“, sagt sie: „Solche Reisen werden unsere Mannschaft noch einmal mehr zusammenschweißen, uns ein noch besseres Gefühl geben“, ist sie überzeugt. Und vielleicht hilft das ja auch, sich – wie in der vergangenen Pokalsaison – von Runde zu Runde weiterzukämpfen. Carstensen: „Jede zusätzliche Runde wäre super. Wir sind gespannt, was uns erwartet – und wie weit wir kommen.“

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