Foto: Hans-Christian Wagner

Unentschieden sind im Handball eher selten, denn das Ergebnis lässt sich unter anderem durch das passive Vorwarnzeichen bei drucklosem Spiel nicht wie in anderen Sportarten verwalten. Die Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg verbuchten in ihrer Premierensaison in der eingleisigen 2. Handball Bundesliga Frauen trotzdem fünf Remis in 30 Partien und damit die meisten im 16er-Feld.

Zwei der Punkteteilungen erfolgten gegen die TG Nürtingen, doch in diesen beiden Thrillern waren jeweils wenige Sekunden vor dem Abpfiff noch ganz andere Ergebnisse möglich gewesen. In Sachen Unentschieden haben die Bunkerladies in der noch jungen Saison erneut die Tabellenführung übernommen: Zuletzt holte das Team von Trainer Csaba Szücs sowohl im Heimspiel gegen den Geheimfavoriten Mainz (28:28) als auch zuletzt beim Titelkandidaten Solingen-Gräfrath (27:27) Ende September jeweils vier Tore Rückstand auf. Angesichts dieser Tatsache und des hammerharten Auftaktprogramms sind die bislang eingefahrenen 2:4 Punkte durchaus in Ordnung. Da in beiden Partien der letzte Ball jeweils beim ESV und insgesamt in einigen Bereichen noch Luft nach oben war, sind die Spielerinnen selbst nicht hundertprozentig zufrieden mit der Ausbeute.

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Ein Sieg über Nürtingen würde die Ausgangslage enorm verbessern, doch das wird nicht nur angesichts der bisherigen Vergleiche schwierig. Die Schwäbinnen (4:2 Punkte) kommen mit dem Selbstvertrauen eines 31:20-Heimsiegs über den starken Aufsteiger Rödertal angereist. Dabei gestattete das Team von Trainer Simon Hablizel den Sächsinnen nur vier Treffer im ersten Durchgang. Nürtingen, in der vergangenen Runde als Siebter (30:30 Punkte) zwei Plätze hinter dem ESV (5., 35:25) notiert, konnte seinen guten Kader weitestgehend zusammenhalten und um die Außen Hannah Hönig (Schozach/Bottwartal) und Maileen Seeger (Herrenberg) noch verstärken. Angeführt von der wurfgewaltigen Rückraumspielerin Kerstin Foth verfügt die TG über eine ausgeglichen besetzte, homogene Truppe. Entsprechend groß ist auch der Respekt in der Oberpfalz. „Nürtingen ist ein unangenehmer Gegner, der uns alles abverlangen wird. Sie können mit der großgewachsenen Kreisläuferin Leonie Dreizler als Spitze der 5:1-Deckung gut decken, aber auch im 6:0-Verbund.“ Auf beides haben sich die Bunkerladies vorbereitet, allerdings wurde dies auch durch krankheitsbedingtes Fehlen gleich mehrerer Spielerinnen erschwert. Szücs hofft, dass außer den Rekonvaleszentinnen alle Spielerinnen am Samstag zur Verfügung stehen werden. Definitiv fehlen werden die Ex-Nürtingerin Nicole Lederer und Sophia Peter (beide Knie).

„Das wird eine schwere Partie auf Augenhöhe, die wir aber unbedingt gewinnen wollen. Die Unterstützung der Zuschauer, die gegen Mainz schon sensationell war, kann dabei das Zünglein an der Waage sein“, sagt der Sportliche Leiter Robert Torunsky.

Am Samstag ab 18 Uhr wird im „Bunker“ an der Dechbettener Brücke die Frage beantwortet, ob es wieder ein Unentschieden, ein Remis oder eine Punkteteilung gibt – oder die Mannschaften die Zuschauer mit einem anderen Ergebnis überraschen. 

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