Foto: Carsten Schönberger

Wenn man mit 15 Toren Unterschied in einem Handballspiel unterliegt, ist die Stimmung im Anschluss zumeist am Tiefpunkt. Dass sich bei den Handballgirls die Enttäuschung nach der 20:35 (10:18) Niederlage gegen Spitzenreiter jedoch in Grenzen hielt, hatte viele verschiedene Gründe.

Da war vor allem der steinstarke Gegner aus der Domstadt, der mit voller Kapelle angereist, über 60 Minuten souverän seine Stellung als Spitzenteam der 3.Liga untermauerte. Die Handballgirls ihrerseits mussten unter der Woche den verletzungsbedingten Ausfall von Sandra Münch quittieren, bei der inzwischen der „Worst Case“, ein Kreuzbandriss im linken Knie Gewissheit ist. Zudem stand Rückraum-Talent Nora Becker nicht zur Verfügung. Sie war mit der BHC A-Jugend erfolgreich in der Jugendbundesliga in Rostock unterwegs. Und dann waren da noch die Unparteiischen, die für reichlich Aufruhr auf der erneut gut besetzten Tribüne der Sporthalle Buschenburg sorgten. Eine Vielzahl strittiger Situationen wurde zu Gunsten der Gäste entschieden, sodass die Beyeröhder Volksseele vor allem im ersten Durchgang gleich mehrfach kochte. 

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Insgesamt etwas zu viele Hypotheken für die Mannschaft von Niki Münch, die sich angetrieben von der nimmermüden, zuweilen etwas unglücklich agierenden Jenny Taddey, immer wieder aufrappelte und nie aufgab. Durch die beiden Personalausfälle rückte Rieke Rosner neben Finja Stock in den Rückraum. Die beiden machten ihre Sache sehr gut und ließen immer wieder ihr großes Potential aufblitzen. Routinier Steffi Bergmann ackerte am Kreis und in der Deckung wie zu Bundesligazeiten, konnte aber auch nicht verhindern, dass mit zunehmender Spielzeit den Handballgirls so langsam die Körner ausgingen. Am Ende hatten sich die Handballgirls gegen einen übermächtigen Gegner angesichts der widrigen Umstände erneut wacker geschlagen und die TVB-Fans honorierten dies mit großem Applaus nach dem Abpfiff. 

„Es ist schon Wahnsinn, wie sehr die Fans die Mannschaft unterstützen.“ sagte Niki Münch nach dem Spiel, wohl wissend, dass nach der anstehenden zweiwöchigen Spielpause und dem Pokalhit gegen Leverkusen nun langsam wieder Punkte her müssen, um den Klassenerhalt realisieren zu können.

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