Foto: Lars Breitzke

Dieses Spiel war ein herausragendes in der jüngeren HCL-Geschichte. Die tolle Stimmung in der gut gefüllten Leipziger Sporthalle Brüderstraße übertrug sich zweifelsohne aufs Parkett. Das Spitzenspiel lockte immerhin 573 Zuschauer an. Und diese kamen voll auf ihre Kosten, sahen ein sehr gutes Handballspiel. 

Beide Mannschaften gingen hohes Tempo und spielten mit offenem Visier. Nach der 1:0-Gästeführung kamen die Gastgeberinnen so richtig in Schwung und erarbeiteten sich über die Stationen 3:1, 5:2 und 7:3 eine Fünf-Tore-Führung (9:4, 13. Minute und 11:6, 16. Minute). Den Grundstein dafür legten unsere Mädels mit einer sehr beweglichen und aggressiven Abwehr, in der die erst 18-jährige Janine Fleischer im Tor ein starker Rückhalt war.

Aber auch die Angriffe wurden variabel und listig zu Ende gespielt und so die Handball-Luchse vor immer neue Herausforderungen gestellt. Nach dem Seitenwechsel kamen diese besser ins Spiel und konnten ihre individuellen Stärken in die gewohnte Angriffswucht umsetzen. Beim Anschlusstreffer zum 17:18 in der 41. Minute schien das Spiel wieder offen. Die Sächsinnen drehten erneut auf und mit unbändiger Wucht wurde der alte Abstand wieder hergestellt (22:17, 44. Minute). Die letzte Viertelstunde nutzte unsere Mannschaft zu einem verdienten Schaulaufen vor den begeisterten Fans. 

frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt
frauenhandball.com powered by Sport | Medien | Mundt

Der HC Leipzig gewinnt das Spitzenspiel gegen den Erstliga-Absteiger mit 33:27 und das völlig verdient, wie auch Gästetrainer Dubravko Prelcec anerkannte: „Leipzig hat ein tolles Spiel gemacht und verdient gewonnen. Danke auch an die Zuschauer. Es war eine tolle Atmosphäre. Das gefällt mir. Wir wussten vom Videostudium von der aggressiven Deckung des HCL. Dennoch hatten wir unsere Chancen, die wir aber zu oft nicht nutzen konnten.“ Leipzigs Trainer Fabian Kunze stand die Freude über die Leistung seiner Schützlinge ins Gesicht geschrieben: „Die Mannschaft hat geschlossen sehr sehr gut gespielt. Wobei besonders Pauline Uhlmann mit ihrer offensiven Abwehrarbeit Rosengarten vor Probleme gestellt hat. Die Freude über die Kulisse ist groß. Vor 573 Zuschauern zu spielen war für die jungen Spielerinnen auf beiden Seiten eine Herausforderung, weshalb die Nervosität verständlich ist.“ 

Julia Weise, mit ihren sieben Toren und den Anspielen zum Kreis ein wichtiger Faktor: „Ich bin super Stolz auf unsere Mädels. Es war eine großartige Teamleistung. Wir kämpfen füreinander und zeigen ganz viel Emotionen. Das ist eine große Stärke von uns. Nachdem wir den Anfang etwas verschlafen hatten, konnten wir uns enorm steigern.“

Du willst frauenhandball.com einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutze dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass du die Berichterstattung jetzt und auch in Zukunft möglich machst.