Foto: Jörg Dembinski

Am 3. Spieltag der EHF Champions League trennte sich die SG BBM Bietigheim nach starken 60 Minuten mit einem 28:28 (16:13)-Unentschieden von CSM Bucuresti und steht damit auf dem zweiten Tabellenplatz der Gruppe A.

Veronika Malá erzielte im erwartet schweren Auswärtsspiel bei CSM Bucuresti das 1:0. Die Favoriten um Weltstar Cristian Neagu stellten sich kämpferisch dagegen, die SG-Ladies lagen nach fünf gespielten Minuten jedoch mit 5:3 in Front. Der Auftakt in dieses Match war mehr als gelungen. 9:6 lautete die SG-Führung in der 14. Minute. Bietigheim war von jeder Position gefährlich und zeigte sich variabel im Angriffsspiel. Selbst in eigener Unterzahl netzte die SG BBM in Person von Trine Østergaard zum 10:7. Kim Naidzinavicius markierte danach per erfolgreichem Siebenmeter das 11:7, worauf CSM-Coach Adrian Vasile nach 17 Minuten seine erste Auszeit nahm.  Zwei Treffer seiner Schützlinge brachten das zwischenzeitliche 11:9, doch Inger Smits antwortete sehenswert mit dem 12:9. Bietigheim zwang den rumänischen Topklub durch eine starke Verteidigungsarbeit ein ums andere Mal zu technischen Fehlern, hatte zudem in Gabriela Moreschi einen starken Rückhalt im Tor, so dass es nach 24 Minuten folgerichtig 14:10 für die Gäste stand. Xenia Smits setzte den Treffer zur 16:13-Pausenführung der SG-Ladies.

Durchgang zwei eröffnete Veronika Malá mit dem schnellen Tor zum 17:13. CSM antwortete in einem zweifellos hochklassigen Handballspiel mit den Anschlusstreffern zum 17:16. Die viermalige Welthandballerin Cristina Neagu markierte per Siebenmeter den Ausgleich zum 18:18. Als Crina Pintea das 20:18 für Bukarest erzielte, nahm Markus Gaugisch in der 38. Minute seine Auszeit. 

Beide Teams lieferten sich ein kämpferisches Duell auf Augenhöhe. Nach 45 Minuten lag Bukarest mit 23:22 vorne. Die SG kämpfte sich wie ein wahrer Champion zurück, Trine Østergaard markierte den Ausgleich zum 23:23, nachdem zuvor Melinda Szikora im SG-Gehäuse hundertprozentige Wurfchancen zweimal stark parierte. Karolina Kudlacz-Gloc legte die erneute Führung für Bietigheim nach. Der Deutsche Meister bleib weiter vorne. In der 53. Minute setzte Karolina Kudlacz-Gloc das 26:24 für ihr Team. Mit 27:26 für die Gäste ging es in die letzten drei Minuten – diese sollten durch Nuancen entschieden werden. Melinda Szikora hielt zunächst, Xenia Smits netzte im Gegenzug zum 28:26. Adrian Vasile nahm nochmals seine letzte Auszeit in der 58. Minute. Im Hexenkessel von Bukarest verkürzte CSM auf 28:27, Markus Gaugisch legte 34 Sekunden vor dem Ende seine grüne Karte. Bietigheim konnte danach seinen Angriff nicht erfolgreich abschließen und im Gegenzug traf Malin Aune Larsen drei Sekunden vor Schluss zum 28:28-Ausgleich. 

Die SG BBM nimmt somit einen höchst verdienten Punkt mit zurück in die Heimat und blickt jetzt schon gespannt auf das Duell gegen den amtierenden Champions League-Sieger Vipers Kristiansand am 9. Oktober in der Ludwigsburger MHPArena, wenn der Tabellenerste auf den zweiten trifft. Mehr Spitzenspiel geht nicht.

Du willst frauenhandball.com einmalig oder dauerhaft unterstützen? Nutze dafür gerne die unkomplizierte Zahlungsoption via PayPal. Danke, dass du die Berichterstattung jetzt und auch in Zukunft möglich machst.