Foto: Jörg Dembinski

Am frühen Samstag heißt es für die Werkselfen des TSV Bayer 04 Leverkusen auf zum zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison in der Handballbundesliga der Frauen. Dann führt die Busfahrt an den südlichen Rand des Alten Landes ins rund 330 Kilometer entfernte Buxtehude (Anwurf: 16.00 Uhr).

Der dort beheimatete Buxtehuder SV gehört neben den Leverkusenerinnen und dem VfL Oldenburg zum Inventar der höchsten deutschen Spielklasse. Im Vorjahr gelang dem Team von Trainer Dirk Leun, seit 2008 auf der Bank des BSV und damit dienstältester Trainer der Liga, ein großartiger 3. Platz und damit die Qualifikation für den Europapokal. Doch der Erfolg führte auch zu Abgängen einiger Spielerinnen, die sich in den Fokus zahlungskräftiger Vereine gespielt hatten.

Doch Leun ist solche Spielzeiten des Neuaufbaus gewohnt und geht auch diese Aufgabe mit gewohntem Schwung an. Gestartet ist der BSV mit einem 27:24-Heimsieg gegen Blomberg-Lippe, verlor aber am vergangenen Wochenende beim in dieser Saison hochgehandelten Thüringer HC (19:28).

In beiden Partien blieb „Buxte“ damit unter 30 Gegentoren, eine Marke, von die Gäste aus Leverkusen bisher nur träumen konnten. Denn bei den beiden Niederlagen in Bensheim und daheim gegen Oldenburg kassierten die Elfen jeweils mehr als 30 Gegentreffer.

„Wir haben direkt am Montag die Aufzeichnung des Oldenburg-Spiels ausgiebig geschaut und nachgearbeitet. Wir haben die Fehler angesprochen und an unseren Schwächen intensiv in dieser Woche gearbeitet“, so Elfentrainer Johan Petersson.

Da dem Trainerteam Petersson und Jörg Hermes die Probleme in der Defensive nicht verborgen geblieben ist, hat sich das Duo entschlossen,Louisa Gerke aus der U23 mit auf die Fahrt gen Norden mitzunehmen. Die 19-Jährige wurde im Sommer mit den Juniorelfen Deutsche Meisterin und „soll mithelfen, der Defensive ein wenig mehr Stabilität zu verleihen“. „Wir sind Buxtehude auf zwei Vorbereitungsturnieren begegnet und wissen, was uns dort erwartet. Wir haben hart gearbeitet und fahren mit einem guten Gefühl zum BSV“, so Petersson abschließend.

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