Foto: Hans-Christian Wagner

Am Samstagabend geht es für die Zweitliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg im zweiten Auswärtsspiel gegen den zweiten Titelkandidaten. Die Bunkerladies gastieren beim HSV Solingen-Gräfrath, der vor der Runde seinen ohnehin schon starken Kader unter anderem um Erstliga-Spielerin Pia Adams (Zwickau) und Linkshänderin Lisa Kunert vom Ligakonkurrenten Lintfort verstärkte.

Ohne Kunert und vor allem minus Ligatoptorschützin Vanessa Brandt (273/90 Tore in der Vorsaison) sowie Wirbelwind Cassandra Nanfack musste sich der HSV vor Wochenfrist beim starken Aufsteiger Rödertal Bienen mit 25:27 geschlagen geben. Dadurch ging die Bürde des Topfavoriten auf den Aufstieg in die 1. Liga erstmal an Frisch Auf Göppingen über, die sich bislang schadlos halten konnten. Aber auch Rang zwei bietet mit der Relegation noch eine Aufstiegschance.

In der vergangenen Saison musste der ESV sich zweimal dem Team aus der Klingenstadt beugen. Einer furchtbaren 21:37-Heimiederlage in der Hinrunde folgte ein 30:31 in Solingen. In dieser Partie hätte der ESV mindestens einen Punkt verdient gehabt, musste sich aber nichts vorwerfen. Gelingt es dem Team von Trainer Csaba Szücs, eine ähnliche Leistung abzurufen, dann ist etwas drin. Ob die Gastgeberinnen wieder ihre torgefährlichen Leute an Bord haben werden, wird sich zeigen. Mit der erfahrenen Spielmacherin Mandy Reinarz, Pia Adams und Torhüterin Natascha Krückemeier hat das Team von Trainerin Kerstin Reckenthäler immer noch Ausnahmekönnerinnen in ihren Reihen und zudem den Heimvorteil.

Die Regensburgerinnen haben sich am vergangenen Wochenende beim Heimauftakt den ersten Punkt in der noch jungen Saison geholt. Beeindruckend war dabei die kämpferische Leistung des Teams, das in der Schlussphase noch vier Tore Rückstand aufgeholt hatte. Insgesamt gilt es jedoch die Ballverluste zu reduzieren und in der Deckung im Zusammenspiel mit den Torhüterinnen das Spielgerät öfter zu erobern. Nicole Lederer, mit 27 Jahren die erfahrenste Spielerin und eine wichtige Stütze, wird dabei erstmal nicht helfen können. Die Rückraumspielerin zog sich gegen Mainz einen Innenbandriss im Knie zu und wird ihrem Team rund drei Monate fehlen. Auch Youngster Sophia Peter benötigt noch einige Wochen bis zur Rückkehr aufs Parkett. Die Mannschaft muss also noch enger zusammenrücken und kann vor der Aussicht auf eines der wenigen spielfreien Wochenenden im Anschluss alles in die Waagschale werfen.    

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