Foto: Dieter Lange

„Ein Aufeinandertreffen auf Augenhöhe“ hatte Dirk Leun die Partie gegen die HSG Blomberg-Lippe zuvor genannt. Er sollte Recht behalten – und trotzdem: Im ersten Spiel der Saison 22/23, am Sonntagnachmittag, behielt das Team aus Buxtehude die Oberhand und setzte sich am Ende mit 27:24 (16:11) durch.

Eine umkämpfte Partie: Der erste Treffer ging an die HSG Blomberg, doch der BSV konnte mithalten. Immer wieder glich Buxtehude aus und schaffte nach 10 Minuten die erste Führung durch einen 7Meter verwandelt von Isabelle Dölle: 6:5. Wenig später holte sich Blomberg den zwei Tore-Vorsprung zurück (8:6). Es ging hin und her und die Führungen wechselten.

Doch eine der zahlreichen Paraden von Marie Andresen verhinderte nicht nur das 10:8, sondern entpuppt sich als Wendepunkt des Spiels. Durch einen Konter von Maxi Mühlner gelang zunächst das 9:9. Gleich drei weitere Tore, davon zwei Konter verwandelt von Teresa von Prittwitz, sorgten für einen Stand von 12:9 und damit der erste 3-Tore Führung. Der BSV war nicht mehr zu stoppen. Zur Halbzeit verabschiedeten sich die Teams mit einem 16:11 in die Kabinen.

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Die Blombergerinnen kamen besser aus der Kabine. Mit zwei Treffen in Folge verkürzte das Team von Steffen Birkner auf 13:16. Doch den erspielten Vorsprung aus der ersten Halbzeit ließ sich die Buxtehuder Mannschaft nicht mehr nehmen. Mit sensationellen 3(!) parierten 7-Metern von Lea Rühter und einer starken 42%-Quote von Marie Andresen trugen die zwei Torfrauen maßgeblich zum BSV-Sieg bei.

Blomberg-Trainer Steffen Birkner resümiert in der anschließenden Pressekonferenz: „Wir habe es heute nicht geschafft konsequent zu sein und haben zu viel liegen lassen. Marie (Andresen) hat uns das Leben heute deutlich schwer gemacht. Buxtehude hat verdient gewonnen.“

Auch Dirk Leun ist voll des Lobes für seine Torhüterin, die gegen ihren alten Verein glänzte: „Ein großes Dankeschön geht an Marie!“. Sein Fazit zum Spiel: „Wir hatten einen schlechten Start, haben dann aber den Faden gefunden und unser Tempospiel reingebracht.“ Er lobt besonders die gute Deckung. Insgesamt zeigte sich er BSV-Coach erleichtert: „Das war ein typisches erstes Saisonspiel mit Unsicherheiten und Nervositäten. Umso besser, dass wir die Punkte bei uns behalten können. Es ist wichtig, dass die Spielerinnen mit einem Erfolgserlebnis starten können.“

Nach dem Spiel gab es ein weiteres Highlight. Drei Spielerinnen wurden nachträglich gebührend verabschiedet: Christina Haurum, Friederike Gubernatis und BSV-Legende Lone Fischer. Mit Standing- Ovation wurde die ehemalige Kapitänin aus der Halle Nord verabschiedet.

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