Foto: Lars Breitzke

In der 2. Bundesliga trennten sich die Damen des HC Leipzig vom TSV Nord Harrislee leistungsgerecht 26:26-Unentschieden. Die erste Halbzeit war aus Leipziger Sicht wirklich nicht gut. Magere 10 eigene Tore und wenig Gegenwehr bei den Gegentoren lies den Rückstand stetig anwachsen.

Die Nordfrauen hatten ein schier unüberwindliches 6:0-Bollwerk aufgestellt und wenn mal eine Lücke gefunden wurde war meist Sophie Fasold im Gästetor zur Stelle, die mit tollen Reflexen großartig hielt. Mit einem Fünf-Tore-Rückstand wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Halbzeit begann wie die Erste mit zwei Gästetoren, sodass der Rückstand sogar auf sieben Tore anwuchs (10:17/33. Minute). Zudem musste Lara Seidel nach einem Foul für zwei Minuten auf die Bank.

Ausgerechnet in Unterzahl startete der HCL seine Aufholjagd. Jule Weise und Wiebke Meyer trafen, die Abwehr stand wesentlich besser und Charley Zenner war zwischen den Pfosten mit tollen Paraden inzwischen ein Faktor geworden. Mit bewundernswertem Kampfgeist stemmte sich die Mannschaft gegen die drohende Niederlage. Tor um Tor arbeiteten sie sich heran. Vom 14:20 in der 38. Minute auf 18:20 nach 41 Minuten. Dem Ausgleich zum 21:21 folgte in der 47. Minute, wiederum in Unterzahl (!), die erste Führung. Spiel gedreht und die Halle stand Kopf.

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Überhaupt haben die Fans die Mannschaft wieder leidenschaftlich unterstützt. Die 315 Zuschauer waren aus dem Häuschen. Sie sahen eine dramatische Schlussphase mit wechselnder Führung und einem Beinahe-Erfolg ihrer Lieblinge. Doch am Ende verhinderten sowohl die insgesamt mangelhafte Chancenverwertung als auch die vielen Fehlpässe einen möglichen HCL-Sieg. Einig waren sich beide Trainer nach dem Spiel über den Ausgang. Olaf Rogge vom TSV Nord: „Die Punkteteilung geht in Ordnung.“ HCL-Trainer Fabian Kunze: „Ein gerechtes Unentschieden nach desolater erster Halbzeit. Ein riesiges Kompliment an alle im Team für diesen Kampf.“

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