Thüringer HC Jörg Dembinski

Foto: Jörg Dembinski

Der Thüringer HC gewann das Heimspiel gegen die Sport-Union Neckarsulm mit 34:31 (21:17). Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung in Abwehr und Angriff erkämpften sich die Gastgeberinnen die nächsten zwei wichtigen Punkte.

Insgesamt sahen die 741 Zuschauer ein Spiel auf Augenhöhe, welches der THC am Ende für sich entscheiden konnte. Es war die Leistung der Torfrauen des Thüringer HC, die den Ausschlag für den Erfolg gaben und das Spiel über alle Positionen.

Erfolgreichste Werferin des THC war Lydia Jakubisova mit acht Toren. Sechs Treffer erzielten Johanna Stockschläder und Carmen Moser für die Gäste aus Neckarsulm.

THC-Torhüterin Irma Schjött startete mit einer Parade in die Partie. Der zweite Angriff von Daphne Gautschi passte dann doch. Yuki Tanabe antwortete mit dem schnellen Ausgleich und der folgende Tempogegenstoß wurde von Lydia Jakubisova erfolgreich abgeschlossen. In den ersten fünf Minuten traten beide Mannschaften auf Augenhöhe auf. Dem Führungstreffer folgte der schnelle Ausgleich. Mitte der sechsten Spielminute der nächste erfolgreiche Tempogegenstoß, Lydia Jakubisova traf zum 4:3. In Überzahl ging der THC in die achte Minute, Irma Schjött parierte vorn netzte Yuki Tanabe zum 6:4 ein. Knapp eine Minute später zog SU Neckarsulm-Trainerin Tanja Logvin die bereits zum ersten Mal die grüne Karte. Knapp ging es beim ersten Strafwurf für den THC zu, Asli Iskit traf in nach zehn Minuten zum 7:4, Isabell de Gois war noch dran. Um jeden Ball kämpfte der Gastgeber verbissen und suchte den Erfolg im Abschluss.

Der THC wollte um jeden Preis den Schwung vom Blomberg-Spiel mitnehmen. Yuki Tanabe scheiterte, Annika Meyer lauerte am Kreis und brachte den Ball im Tor der Sport-Union unter. Die Gäste machten es dem THC nicht so einfach wie am vergangenen Mittwoch. Trotzdem lag das Team von Herbert Müller nach 15 Minuten mit 12:9 in Führung. Die 18. Spielminute war angebrochen, Foul durch Jennifer Rode, der THC in doppelter Unterzahl. Den fälligen Strafwurf setzte Lynn Knippenborg an die Querlatte, den Abpraller kassierte Laura Kuske. Zehn Minuten sollte die erste Spielhälfte noch dauern, als Lamprini Tsakalou zum 15:11 einnetzte. Jede noch so kleine Schwäche wurde durch die Schwäbinnen ausgenutzt, um den Anschluss zu halten.

Im Duell an der Strafwurflinie versagten in der 25. Minute Asli Iskit die Nerven. Den Heber kassierte Sarah Wachter sicher. Auf der Gegenseite stand inzwischen Laura Kuske zwischen den Pfosten und zeigte einige Paraden, die die dem THC den knappen Vorsprung sicherte. Nach dem Treffer durch Annika Meyer, die von Johanna Reichert sehr gut am Kreis bedient wurde, gingen die Mannschaften beim Stand von 21:17 in die Kabinen. Einen letzten direkten Freiwurf kassierte die THC-Abwehrreihe.

Mit Wiederanpfiff erhöhte Yuki Tanabe und Lydia Jakubisova den Vorsprung auf sechs Tore (23:17, 33. Minute). Die gefürchtete Startphase nach der Pause schien auszubleiben. Die Abwehr stabil und im Angriff erfolgreich, ging der Gastgeber in die zweite Halbzeit. Da war die Zeitstrafe von Anika Niederwieser zwar nicht gerade eingeplant, dafür rettet Laura Kuske, die über ihre gesamte Einsatzzeit immer wieder glänzte, in Unterzahl auf der Torlinie. Das Unterzahlspiel blieb ohne Gegentreffer. Neckarsulm gab sich nicht geschlagen, mit viel Einsatz hielten sie gegen und verhinderten, dass der THC sich vorentscheidend absetzen konnte.

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Zehn Minuten waren in der zweiten Hälfte gespielt, der Vorsprung pendelte sich bei vier bis Fünf-Toren ein – 27:23. Neckarsulm mit dem nächsten Team Timeout, Tanja Logvin hatte Redebedarf. Die kurze Spielunterbrechung wurde auch beim THC genutzt, um nachzujustieren. Beim THC schlichen sich dennoch einfachste Fehler ein. Die Abwehrreihe wurde zusehends löchriger, was auch an der Zeitstrafe von Jennifer Rode lag. Hektik machte sich zusehends breit und Herbert Müller nahm seine Auszeit, um zur Ruhe und Konzentration aufzurufen. Die Gäste behielten die Nerven und verbesserten in kleinen Schritten das Ergebnis. Nach 48 Minuten stand ein 29:27 auf der Anzeigetafel. Für die Schlussphase sollte der THC hellwach bleiben und sich keine groben Schnitzer leisten. Auf beiden Seiten ging es in der Abwehr rauer zu.

Erst erwischte es Lamprini Tsakalou, auf der Gegenseite kassierte die Bank der SU Neckarsulmer eine Zeitstrafe. Mit einem Schlagwurf stellte Kerstin Kündig das 34:30 her. Mit der Viertoreführung ging es in die letzten drei Minuten. Die Gäste kämpften verbissen und erzielten den nächsten Anschlusstreffer. Bei der Dreitoreführung sollte nichts mehr anbrennen und so erkämpfte sich der Thüringer HC einen 34:31-Heimsieg.

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