Foto: Matthias Wieking

Handball-Bundesligist HSG Blomberg-Lippe siegt zuhause sensationell vor großartiger Kulisse gegen den amtierenden Deutschen Meister mit 26:25 (15:13).

Drei Tage nach der herben Niederlage gegen den Thüringer HC zeigt das Team von Steffen Birkner ein komplett anderes Gesicht und siegt am Ende verdient gegen Borussia Dortmund.

Von Beginn an konnten sich die 400 Zuschauer*innen von einer kämpferischen und motivierten Mannschaft überzeugen. Eine Reaktion wurde vom Trainer nach dem THC-Spiel gefordert und von der Mannschaft direkt umgesetzt.

Der erste Treffer sollte den Gästen gehören. Mit vier Toren in Folge setzte sich die HSG angeführt von einer starken Laetitia Quist jedoch in der fünften Spielminute zum 4:1 ab. Über ein 6:2, 8:4 und 10:5 blieb die Führung auch in der 13. Spielminute bestehen. In den anschließenden fünf Minuten gelang der HSG jedoch kein eigener Treffer und die Dortmunderinnen nutzten dies aus, um auf 10:8 zu verkürzen. In der 21. Spielminute schmolz der Vorsprung schließlich auf ein Tor zum 12:11 zusammen. Doch die Blombergerinnen gaben nicht auf und setzten sich in der 27. Spielminute auf 15:13 ab, was gleichzeitig auch das Halbzeitergebnis darstellte.

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Auch in der zweiten Halbzeit blieb es eine enge und umkämpfte Begegnung. 17:4, 18:16 und 19:17 lauteten die Zwischenstände, ehe sich der BVB mit einem 3:0-Lauf in der 50. Spielminute mit einem 19:20 die zweite Führung des Abends herausspielte. Postwendend gab die HSG eine Antwort und eroberte sich die Führung in der 51. Spielminute zurück. Die letzten Minuten versprachen Spannung pur. Dreimal gelang es dem Team von Interimstrainer Andreas Kuno auszugleichen. Doch die HSG fand immer wieder eine Lösung und erzielte durch Marie Michalczik in der 59. Minute den Treffer zum 26:25. Anschließend musste die ausverkaufte Halle noch einmal zittern. Acht Sekunden vor Schluss unterlief den Nelkenstädterinnen ein technischer Fehler und der BVB kam noch einmal in den Angriff. Den direkte Freiwurf nach Spielende parierte die gut aufgelegte Melanie Veith allerdings, sodass die HSG am Ende einen vielumjubelten 26:25-Heimsieg einfahren konnte.

Beste Werferinnen waren Laetitia Quist auf Seiten der HSG mit acht Treffern und Merel Freriks vom BVB mit sechs Toren.

„So nah liegt das beieinander. Wir haben am Mittwoch ein Katastrophenspiel gemacht und heute von der Mannschaft einen anderen Auftritt erwartet. Wir haben vor dem Spiel gesagt, dass wir nicht so auf die Anzeigentafel schauen, weil es immer noch der amtierende Deutsche Meister ist gegen den wir spielen. Dortmund hat bisher nur die Spiele gegen Bietigheim verloren und Deutschland in der Champions League super vertreten, deswegen war nicht davon auszugehen, dass wir am Ende mit einem Tor gewinnen. Aber die Mannschaft hat gezeigt, was Herz, Kampf und Leidenschaft ausmacht. Wir mussten auch in diesem Spiel Widerstände überwinden und haben den ein oder anderen Torwurf nicht reingemacht, aber wir haben immer weiter an uns geglaubt. Es ist vieles möglich bei so einer tollen Atmosphäre. Ich bin stolz und glücklich darüber, wie die Mannschaft heute aufgetreten ist, gerade nach dem Spiel am Mittwoch, dass haben alle überragend gemacht“, spricht HSG-Trainer Steffen Birkner seiner Mannschaft nach der Partie ein Lob aus.

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