Foto: Hans-Christian Wagner

Zum Abschluss der Englischen Woche gastieren die Zweitliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg am Samstagabend beim Tabellendritten HSV Solingen-Gräfrath. Ziel des Aufsteigers ist es, sich deutlich besser aus der Affäre zu ziehen als bei der 21:37-Hinrundenpleite.

Von der Ansetzung her ist das Duell zwischen dem Tabellendritten HSV Solingen/Gräfrath (37:9 Punkte) und dem Fünften ESV 1927 (29:19) Regensburg das Topspiel des 25. Spieltags der 2. Handball-Bundesliga der Frauen. Obwohl im Klassement beide Teams nur zwei Plätze trennen, sind die Voraussetzungen doch komplett unterschiedlich. Die Gastgeberinnen befinden sich mitten im Aufstiegsrennen und der Aufsteiger aus der Oberpfalz ist froh und stolz, den Klassenerhalt schon viele Spieltage vor Rundenende perfekt gemacht zu haben.

Beim Nachholspiel unter der Woche gegen Leipzig, das die Regensburgerinnen mit 21:29 verloren hatten, fühlte man sich an den Hinrundenvergleich mit Solingen/Gräfrath erinnert, als das Team bei der höchsten Saisonniederlage nichts zu bestellen hatte. Verletzte Leistungsträgerinnen, genesene Spielerinnen mit Trainingsrückstand und eine schlechte Tagesform machten die Aussicht auf etwas Zählbares an beiden Abenden zunichte.

Dementsprechend klar ist die Favoritenrolle verteilt. Die Gastgeberinnen verfügen mit Halblinks Vanessa Brandt, Spielmacherin Mandy Reinarz und der dynamischen Halbrechten Cassandra Nanfack über die wahrscheinlich gefährlichste Rückraumachse der Liga. Brandt führt mit 216 Toren die Torjägerliste an und hat damit nur 33 Treffer weniger erzielt als die gefährlichsten ESV-Angreiferinnen Franziska Peter (136) und Amelie Bayerl (113). Mit einer starken Defensive um Torhüterin Natascha Krückemeier, den Rückraum clever freisperrenden Kreisläuferinnen und gekonnt einlaufenden Außenspielerinnen hat das Team von Kerstin Reckenthäler überhaupt keine Schwäche. Trotzdem musste Solingen/Gräfrath zuletzt zwei Niederlagen einstecken: Das 32:34 zu Hause gegen den Aufstiegsfavoriten Frisch Auf Göppingen war weniger eine Überraschung als die 32:36-Pleite in Lintfort, wo die Regensburgerinnen vor einigen Wochen recht souverän gewonnen hatten.

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Um die letzte Chance im Kampf um die erste Liga zu wahren – die für die Saison 2022/23 feststehenden Neuzugänge Pia Adams vom Bundesligisten Zwickau, Sina Ehmann und Linkshänderin Lisa Kunert aus Lintfort zeigen die Ambitionen des Vereins –, will der HSV gegen den frechen Aufsteiger in die Erfolgsspur zurückfinden. Der ESV muss sich also auf einen motivierten Gegner einstellen und darf sich auf eine sehr stimmungsvolle Kulisse in der Solinger Klingenhalle freuen.

Personell kann Coach Csaba Szücs erneut nicht aus dem Vollen schöpfen, hofft aber darauf, dass sich sein Team besser präsentiert als im Hinspiel und gegen Leipzig. „Wir müssen die Ballverluste reduzieren, und die Konter deutlich besser fahren. In der Abwehr gilt es, gegen die starken Individualisten in der Kleingruppe schnell auf den Beinen zu sein und sich gegenseitig zu unterstützen“, nennt der Trainer, dessen gleichnamiger Sohn in der Klingenhalle für den Bergischen HC in der Männer-Bundesliga spielt, die wichtigsten Erfolgsfaktoren. Wichtig ist auch eine bessere Verwertung der Großchancen, denn nach eigenen Torerfolgen kann sich die Deckung in der Regel am besten formieren. Anwurf ist um 18.15 Uhr.

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