Thüringer HC Jörg Dembinski

Foto: Jörg Dembinski

Der Thüringer HC gewann das Nachholspiel des 11. Spieltages auswärts gegen den BSV Sachsen Zwickau mit 24:22 (12:9). Beide Mannschaften agierten über die gesamte Partie auf Augenhöhe und das Spiel entwickelte sich zum erwarteten Handballkrimi, vor dem Herbert Müller gewarnt hatte.

Neben den guten Abwehrreihen beider Mannschaften brillierten die Torfrauen beider Mannschaften mit sehenswerten Paraden. Am Ende entschied die Tagesform und Erfahrung des THC. Beste Werfer aufseiten des BSV Sachsen Zwickau war Pia Adams mit sechs Treffern. Lamprini Tsakalou netzte achtmal für den THC ein.

Der erste Treffer im Spiel gelang der Heimmannschaft. Pia Adams netzte in der zweiten Minute zum 1:0 ein. Den Thüringerinnen fehlte in der Anfangsphase das nötige Wurfglück. Das wusste Diana Dögg Magnusdottir zu nutzen und sie erhöhte für ihr Team zum 2:0. Schließlich war es Yuki Tanabe, die in der fünften Spielminute der Flaute ein Ende setzte und das erste Tor für die Gäste markierte. Lydia Jakubisova brachte den Thüringer HC mit ihrem Treffer zum 2:3 (7. Minute) das erste Mal in Führung. Die Thüringer Abwehr stand jetzt kompakt und machte den Gastgeberinnen das Leben schwer. Simona Stojkovska erzielte den Anschlusstreffer für den BSV, woraufhin Anika Niederwieser prompt konterte und die Zweitoreführung wieder herstellte.

Der BSV Sachsen Zwickau bewies großen Kampfgeist. Nach einer sehenswerten Parade von Nele Kurzke ergriff Pia Adams die Chance und glich zum 5:5 aus. Nachdem Anika Niederwieser die Thüringerinnen wieder in Front gebracht hatte, nahm Trainer Norman Rentsch in der 16. Spielminute sein erstes Team Timeout. Zunächst schien es, dass er die richtigen Worte gefunden hatte. Pia Adams brachte mit ihrem Treffer zum 7:6 die Zwickauerinnen wieder in Führung. Herbert Müller nahm dies als Anlass, seinerseits eine Auszeit zu nehmen.

Es folgte eine fahrige Spielphase mit vielen individuellen Fehlern im Angriff und Führungswechseln. Besonders Torhüterin Nele Kurzke war über die gesamte erste Spielhälfte ein starker Rückhalt für den BSV. Die Gäste schalteten in den letzten Minuten vor dem Pausenpfiff noch einmal einen Gang höher und zogen mit drei Toren in Folge auf 9:12davon.

Mit diesem Spielstand verabschiedeten sich die Teams in die Kabinen, nachdem die letzten zwei Minuten der ersten Hälfte geprägt waren von starken Torhüterparaden auf beiden Seiten.

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In Unterzahl startete der THC in die zweite Halbzeit. Der BSV konnte aus dem Vorteil keinen Nutzen ziehen. Erst im zweiten Angriff der Sächsinnen kam der Torerfolg zum 10:12. Die Antwort kam und der THC verteidigte vorerst die Dreitoreführung. Beide Mannschaften standen eng in der Abwehr. Zwickau schaltete aus der Abwehr mehrfach schneller in den Angriff und verbuchte die Torerfolge für sich. In der 36. Minute hatte Herbert Müller genug gesehen und rief seine Mannschaft beim Stand von 12:13 an die Seitenlinie. Beide Seiten provozierten die technischen Fehler des Gegners.

Die Gastgeberinnen erfolgreicher, die in der 40. Minute zum 14:14 ausglichen. Die Zwickauerinnen störten früh den Spielaufbau der Gäste. Im Unterzahlspiel riss das die Lücken, die der THC brauchte und in der 42. Minute zum 14:16-Torerfolg nutzte. Fünfzehn Minuten vor Spielende stand ein nüchternes 15:17 auf der Anzeigetafel, dass der THC wenige Sekunden später um ein weiteres Tor ausbaute. Die Torfrauen beider Mannschaften hatten maßgeblichen Anteil, dass nach 45. Minuten kein höheres Ergebnis angezeigt wurde. Johanna Reichert versuchte sich in der 50. Minute durch die Abwehr zu tanken und wurde nur durch ein Foul gestoppt. Den fälligen Strafwurf verwandelte Kerstin Kündig zum 16:20.

Norman Rentsch reagierte und nahm ein Team Timeout. Im Spielaufbau nahmen sich beide Mannschaften nichts, lange wurde der Ball gehalten und oft erst in letzter Sekunde des passiven Spiels der Abschluss gesucht. Die BSV-Spielerinnen hielten dem Druck des THC stand und blieben auf Tuchfühlung. Fünf Minuten vor dem Spielende netzte der THC zum 19:22 ein, nachdem der Vorsprung schon einmal fünf Tore betrug. In der spannenden Schlussphase musste Jennifer Rode in der 57. Minute vom Feld. Irma Schjött parierte den fälligen Strafwurf von Jenny Choinowski. In der zweiten Angriffswelle dann der Torerfolg des BSV Sachsen Zwickau zum 21:23. Die 59. Minute stand auf der Anzeigetafel und darunter der Spielstand von 22:23.

Der THC netzte ein, die Gastgeberinnen nahmen 35 Sekunden vor dem Schlusspfiff die letzte Auszeit. In den letzten Angriff gingen sie mit der siebten Feldspielerin, der gewünschte Treffer blieb aus. Das Spiel war entschieden, der Thüringer HC sichert sich mit dem 22:24-Erfolg die nächsten zwei Punkte.

Bericht: Sarah Lapp, Andreas Hofmann, Bernd Hohnstein

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