Foto: Hans-Christian Wagner

Am Mittwoch feiern die Zweitliga-Handballerinnen des ESV 1927 Regensburg eine doppelte Premiere: Zum allerersten Mal spielen die Bunkerladies an einem Mittwoch und auch der deutsche Rekordmeister gibt erstmalig seine Visitenkarte in Regenburg bei einem Punktspiel ab. Das Kräftemessen ist ein Nachholspiel vom 26. März, der ursprüngliche Termin wurde auf Gästewunsch verlegt.

Für Teil zwei der Englischen Woche schnallen sich die Zuschauer im „Bunker“ an der Dechbettener Brücke am Mittwoch zur Primetime um 20 Uhr wohl besser an, denn es erwartet sie Hochgeschwindigkeitshandball. Der deutsche Rekordmeister HC Leipzig (9. Platz, 18:28 Punkte) hat mehr als nur einen klangvollen Namen zu bieten: Das Team von Trainer Fabian Kunze steht für viele Tore und kann das hohe Tempo der „Bunkerladies“ (5., 29:17) mitgehen. Bereits das Hinspiel in Leipzig war sehr attraktiv: Nach 17:18-Halbzeitrückstand holte sich der ESV einen 35:30-Auswärtssieg. 

Auf ein ähnliches Ergebnis hoffen die Oberpfälzerinnen auch im Rückspiel, doch das wird wie schon gegen Bremen und zuletzt gegen Wuppertal alles andere als ein einfacher Gang. Leipzig verfügt mit den Hummel-Zwillingen Jacqueline und Stefanie sowie den Linkshänderinnen Julia Weise und Pauline Uhlmann über gestandene Zweitligaspielerinnen, die mit einigen der talentiertesten Nachwuchsspielerinnen – der HC ist amtierender Deutscher Meister in der A-Jugend – flankiert werden. Aufgrund einiger Verletzungen musste Trainer Kunze dann „aus der Not eine Jugend machen“ und so erhalten noch mehr Nachwuchskräfte die Chance als ohnehin schon.

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Die Bunkerladies müssen sich also auf wieselflinke Gegenspielerinnen mit viel Tordrang einstellen, möchten aber ein weiteres Handballfest mit ihren Fans feiern. „Dazu müssen wir gegenüber dem Wuppertal-Spiel die Anzahl der technischen Fehler runterschrauben“, blickt der Sportliche Leiter Robert Torunsky voraus. Lange freuen konnten sich die Regensburgerinnen nicht freuen über den Sieg am Samstag, denn ab Montag steht der nächste Gegner im Fokus. Csaba Szücs bittet sein Team diesmal bereits am Montag zum Videostudium und hofft, dass er mehr personelle Alternativen als gegen Wuppertal haben wird. Die Rückkehr von Carina Vetter ist fest eingeplant und auch Kreisläuferin Julia Drachsler hatte ein paar Tage mehr Zeit, ihre Fußverletzung auszukurieren. An einer ähnlichen Blessur laboriert auch Diana Stefan, die gegen Leipzig und auch am Samstag in Solingen zum Abschluss der Englischen Woche auszufallen droht. Anders als am Samstag können auch Melanie Kapser und Julia Smidéliusz eingesetzt werden.

Coach Szücs hat viel Respekt vor dem Gegner, der am Sonntag vor eigener Kulisse nach Halbzeitführung knapp dem Tabellensechsten TG Nürtingen mit 27:29 unterlag. „Aber wir spielen zu Hause, und wollen da immer gewinnen“, nennt der 56-Jährige die Zielsetzung seiner ehrgeizigen Mannschaft. Die könnte mit einem weiteren Sieg bereits sechs Spieltage vor Rundenende dafür sorgen, dass das Punktekonto in der Endabrechnung auf jeden Fall positiv sein wird. Ein großer Faktor können dabei die Zuschauer sein, die sich das Schmankerl nicht entgehen lassen sollten. Sportliche Konkurrenzveranstaltungen gibt es an diesem Tag kaum, also spricht noch mehr als ohnehin schon für einen Besuch im Bunker. Die Zulassungsvoraussetzung ist 2G, das Tragen einer Maske freiwillig.

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