Foto: Jörg Dembinski

Altmeister Alfred Hitchcock hätte den Bundesliga-Klassiker zwischen dem VfL Oldenburg und dem TSV Bayer 04 Leverkusen kaum besser inszenieren können.

Am Ende der 60 Minuten stand nach einer dramatischen Schlussphase ein 26:26-Unentschieden und somit eine Punkteteilung, die sich für beide Teams im Abstiegskampf noch als wertvoll erweisen kann.

Den offiziell 321 Zuschauern in der Oldenburger EWE-Arena boten sich dabei zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Vor der Pause hielten die Gäste vom Rhein die Zügel fest in der Hand. Gestützt auf eine überragende Kristina Graovac im Tor, die Serbin parierte vor dem Wechsel rund 53 Prozent der Bälle inklusive vier Siebenmeter, spielten die Werkselfen die wohl beste Halbzeit in der Fremde in dieser Saison. 

Neben einer aggressiven und kompakten Deckung glänzte das Bayerteam mit einer effektiven Angriffsleistung, bei der sich neun verschiedene Spielerinnen inklusive Graovac in die Torschützenliste eintrugen.

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„Das war eine überragende erste Halbzeit von uns. Aber nach der Pause hat sich der VfL gut herangekämpft und wir wurden auf einmal unruhig und dann geht es im Handball manchmal sehr schnell“, so Elfentrainer Johan Petersson.

So musste der Schwede miterleben, wie der Vorsprung seiner Mannschaft im Laufe der zweiten Halbzeit immer mehr dahinschmolz. Zum einen steigerte sich die VfL-Torhüterinnen, zum anderen fand sich mit Luisa Knippert eine Spielerin, die sich der Siebenmeterschwäche ihrer Mannschaft erfolgreich entgegenstellte. Sechs Strafwürfe konnten die Gastgeberinnen nicht verwandeln, ehe Knippert den Knoten durchtrennte.

Knippert war es auch, der in der Schlussminute per Strafwurf die erste und einzige Führung gelang. Doch die Werkselfen behielten am Ende die Nerven und erzielten postwendend durch Mareike Thomaier den 26:26-Endstand. Derletzte Oldenburger Angriff landete im Toraus, sodass es beim verdienten Remis blieb.

„Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden, zumal Oldenburg noch die Chance auf den Siegtreffer hatte. Wir haben zum Glück zum Schluss noch den Ausgleich gemacht und einen Punkt gerettet, der noch ganz viel zählen kann. Somit bleiben wir nach diesem komischen Spiel zwei Punkte vor dem VfL“, so Petersson, der abschließend auf das Heimspiel gegen Zwickau am kommenden Sonntag blickte: „Für das nächste Spiel müssen wir das Gute aus der 1. Hälfte mitnehmen und aus der zweiten Halbzeit lernen, denn das wird ein sehr wichtiges Spiel für uns.“

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