Foto: Lars Breitzke

Das erwartete ist eingetreten. Der VfL Waiblingen wurde in der 2. Bundesliga seiner Favoritenrollen gerecht und gewann in eigener Halle gegen den HC Leipzig mit 28:22 (20:10).

Die ersatzgeschwächten Sächsinnen waren dem Gegner nur zehn Minuten ebenbürtig (5:5). Trotz eigener Führung (4:3, 8. Minute) zog nie Sicherheit ins eigene Spiel und es fehlte das Selbstbewusstsein in den Aktionen. So unterlief dem HCL wiederum zu viele technische Fehler im Spielaufbau und die Würfe fanden zu selten den Weg ins Tor. Annabell Krüger war es vor allem zu verdanken, dass Leipzig nicht schon nach einer Viertelstunden untergegangen ist.

Doch gegen Ende der erste Halbzeit war auch ihr Widerstand gebrochen. In Folge dessen, konnten die Schwäbinnen mit vier Toren hintereinander einen Zehn-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeit herausspielen. Nach der Pause wuchs der Rückstand zwischendurch sogar auf 12 Tore. Bemerkenswert ist deshalb die gute Moral der Gäste. Nach dem Torhüterwechsel auf Anna Kröber, die mit wichtigen Paraden für neuen Schwung sorgte, einem verbesserten Angriffsspiel, verkürzte der HCL stetig. Mit einem 10:4-Lauf zeigte der HCL deutlich, dass sie auch mit einer Spitzenmannschaft mithalten können.

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Wenn Leipzig nicht das Ende der erste Halbzeit verschlafen hätte, wäre deutlich mehr möglich gewesen. Weshalb Leipzigs beste Werferin Stefanie Hummel (6 Tore) bekannte: „Ich bin ein wenig enttäuscht und ich bin mir sicher, hier hätte mehr drin sein können. Wir haben die erste Halbzeit verschlafen, zu viele technische Fehler und unüberlegte Fehlwürfe. Dadurch bekommen wir einfache Konter vom Gegner. In der Abwehr fehlte es an der Beinarbeit, weshalb wir zu offen und alleine standen. In der zweiten Halbzeit war die Abwehr deutlich besser.“

HCL-Cheftrainer Fabian Kunze bemängelt die Zeit vor der Halbzeit, indem seine Mannschaft den Faden verloren hat. „In dieser Phase hatten wir keinen Zugriff auf das Spiel. Einfache Gegentore durch einfach Fehler verursacht und gnadenlos vom Gegner genutzt. Wir gewinnen die zweite Halbzeit durch eine deutliche Steigerung und weil wir uns nicht aufgeben. Trotzdem unterlaufen uns noch immer zu viele Fehler. Die Ausfälle wiegen schwer. Nun kamen Julia Weise und Jaqueline Hummel dazu. Dafür bekommt der Nachwuchs seine Chancen. Beispiel Emma Gutseel, kam letztes Jahr aus der Bezirksliga zu uns und hatte heute ihren ersten Einsatz.“

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