Foto: Jörg Dembinski

Der Thüringer HC gewann das Nachholspiel des 10. Spieltages gegen den VfL Oldenburg mit 26:21 (13:10). Beide Teams spielten aus einer geschlossenen Abwehr heraus, leisteten sich aber auch einiges an technischen Fehlern.

Laura Kuske und Irma Schjött glänzten mit guten Paraden im Tor des Thüringer HC und holten sich das Lob des Trainers nach dem Spiel, genauso wie Johanna Reichert. Im Angriff taten sich die Gastgeberinnen schwer und verschenkten zu viele klare Chancen, die das Spiel lange offen gestalteten und zeitweise zur Zitterpartie werden ließen. Erst zum Ende setzte sich der THC deutlich ab und behielt den Sieg in der Salza-Halle. Mit sieben Toren war Annika Meyer (THC) und Kathrin Pichlmeier (VfL) beste Werferinnen ihrer Mannschaften.

Gleich mit einem gehaltenen Strafwurf startete Laura Kuske in die Begegnung. In der Startphase hatte der Thüringer HC Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Vier Minuten dauerte es, bis das erste Tor der Begegnung und zugunsten der Gäste fiel. Kerstin Kündig netzte zum Ausgleich ein, sofort antwortete Kathrin Pichlmeier mit dem 1:2.

Die Gäste versteckten sich nicht und gingen im Angriff und in der Abwehr aggressiv zu Werke. Die Thüringerinnen standen trotz des Rückstands offensiv in der Abwehr, nur im Angriff dauerte es bis zur 7. Minute, eh Dominika Zachova per Tempogegenstoß den 2:2-Ausgleich erzielen konnte. Zwischen den Pfosten des THC-Tores zeigte Laura Kuske im gesamten Spielverlauf mehrfach tolle Paraden und verhinderte eine deutlichere Führung. Nach zehn Minuten lag der THC mit 3:2 in Führung, Labrina Tsakalou netzte aus dem Rückraum ein.

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Die Gastgeberinnen erhöhten erfolgreich den Druck auf die Norddeutschen. Jennifer Rode traf zum 4:3, doch der VfL ließ sich nicht abschütteln und so erfolgte das schnelle Gegentor. Beide Mannschaften spielten unruhig und vergaben gute, einfachste Möglichkeiten. Nach einer gespielten Viertelstunde führten die Thüringerinnen mit 5:4. Zudem traf Kerstin Kündig von der Strafwurflinie nur den Innenpfosten. Zu Beginn der 19. Minute nahm Herbert Müller seine erste Auszeit.

Nach schönem Rückraumtreffer von Johanna Reichert lag der THC mit zwei Toren vorn – 6:4. Durch einen Wechselfehler stand der THC in Unterzahl auf dem Feld. Herbert Müller setzte erfolgreich auf die siebte Feldspielerin, Annika Meyer traf zum 8:5. In der 24. Minute tankte sich Lydia Jakubisova durch die Abwehr und netzte mit ihrem 1001. Treffer für den Thüringer HC zum 9:6 ein. Oldenburg blieb dran und ließ das mitteldeutsche Team mit nicht mehr als zwei bis drei Toren davonziehen. Zu Beginn der 29. Minute erzielte Johanna Reichert den 12. Treffer für ihr Team und die erste Viertoreführung.

Mit Kathrin Pichlmeier hatte die THC-Abwehr einige Male Probleme und sie hielt mit sehenswerten Treffern ihr Team im Spiel. Der THC zog das Tempo deutlich an und setzte die Oldenburger unter Druck. Mit dem Halbzeitpfiff bekam der VfL noch einen Siebenmeter zugesprochen, den Wurf von Kathrin Pichlmeier konnte Irma Schjött aber nicht abwehren. Beim Stand von 13:10 gingen beide Mannschaften in die Kabinen.

Der VfL Oldenburg kam mit viel Motivation aus der Pause. Mit drei Treffern in Folge, davon ein verwandelter Strafwurf von Kathrin Pichlmeier, glichen die Norddeutschen in knapp zwei Minuten zum 13:13 aus. Herbert Müller sichtlich unzufrieden, rief seine Mannschaft zum Gespräch. Erst Asli Iskit erzielte drei Minuten nach Wiederanpfiff den ersten Treffer für den THC – 14:13. Oldenburg drückte aufs Tempo und versuchte mit allen Mitteln den THC-Angriff schon im Aufbau zu stören. Toni-Luisa Reinemann kassierte dafür eine Zeitstrafe. In Überzahl legten die Gastgeberinnen zum 15:14 vor.

Oldenburg erwies sich als der unangenehme Gegner, vor dem Herbert Müller gewarnt hatte. Jede noch so einfache Nachlässigkeit versuchten die Gäste zu verwerten. Da war es auch Glück, dass ein direkter Wurf von Nele Reimer am Tor vorbei flog. In der 39. Minute parierte Irma Schjött ihren ersten Strafwurf von Kathrin Pichlmeier. Sie stand in der zweiten Spielhälfte genauso sicher zwischen den Pfosten, wie zuvor Laura Kuske.

Der THC baute seinen Vorsprung weiter aus – 17:15. Das Pech an der Strafwurflinie ereilte auch Kerstin Kündig, die sich einer glänzend agierenden Julia Renner geschlagen geben musste. Beim Stand von 18:16 und 44 gespielten Minuten zog Niels Bötel die grüne Karte und bat seine Damen an die Seitenlinie. Der THC legte zwar immer wieder vor, doch Oldenburg hatte die passende Antwort und so festigte sich der knappe Zweitorevorsprung. In die letzten zehn Minuten ging es beim Stand von 21:19. Mit ihrem sechsten Treffer erzielte Annika Meyer das 22. Tor für ihre Mannschaft und auf der Gegenseite vergab Isabelle Jongenelen gleich zweimal für den VfL Oldenburg.

Anika Niederwieser erzielte im nächsten Angriff ein weiteres Tor und so lag der THC plötzlich mit 23:19 vorn. Auf diesem Polster konnte und durfte sich der Thüringer HC nicht ausruhen. Die Niedersachsen kämpften hart um jeden Ball und versuchten sich gegen die drohende Niederlage zu stemmen. Vier Minuten vor Spielende nahm Oldenburg ein Team Timeout, um die Taktik für die letzten Minuten zu besprechen.

Leichtfertige Abspiele aufseiten des THC hielten die Partie offen und doch nutzte Oldenburg seinerseits die sich bietenden Chancen nicht. Ein Rückraumtreffer von Asli Iskit und eine Parade von Irma Schjött verschafften erstmals Luft-25:21. Weniger als anderthalb Minuten waren noch zu spielen und Herbert Müller nahm seine letzte Auszeit. Die Uhr tickte für die Gastgeberinnen und der 26. Treffer von Asli Iskit besiegelte den Sieg im Nachholspiel. Der letzte Strafwurf landete zwischen den Füßen von Irma Schjött. Mit 26:21 gewinnt der THC das Spiel gegen den VfL Oldenburg und sichert sich zwei weitere Punkte.

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