Foto: HC Leipzig

In einem hart umkämpften Zweitligaspiel unterlag der HC Leipzig, trotz couragierter Leistung und großem körperlichen Einsatz, am Ende deutlich mit 22:29 (Halbzeit 10:12). Dabei spielte der HCL in der Fremde lange auf Augenhöhe.

Nach fahrigem Start mit vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten entwickelte sich ein zähes Spiel, indem Solingen vor allem von den vielen Toren der wurfgewaltigen Vanessa Brandt (11 Tore) zehrte. Eigentlich wollten die Sächsinnen genau das verhindern. Aber es war wie bei der Olsenbande. HCL-Cheftrainer „Egon“ Fabian Kunze hatte einen guten Plan für einen Coup, allein die Umsetzung gelang nicht. Die Abwehr war nicht sicher. Sie konnte in den entscheidenden Momenten weder die Würfe aus dem Rückraum noch die Durchbrüche verhindern.

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Im Angriff gesellten sich eine hohe Fehlerquote durch ungenaue Pässe und Missverständnisse sowie 17 Fehlwürfe hinzu. Das kann gegen eine Spitzenmannschaft nicht gut gehen. Trotzdem lag der HCL zwischen der 39. und 45. Minute auf Schlagdistanz und schaffte bei 16:17, 17:18 und 18:19 den jeweiligen Anschluss. Dass es nicht zu mehr reichte, hatten sich die Kunze-Schützlingen selbst zuzuschreiben. Beim 18:20 unterlief dem HCL ein Wechselfehler, welcher eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Tyra Bessert nach sich zog. Da sich Julia Weise schuldig fühlte und das Kampfgericht den üblichen Aufsteller für die fehlbare Spielerin vergaß, entstand auf der Bank Verwirrung und Tyra Bessert betrat nach 39 Sekunden das Spielfeld. Ein fataler Fehler. Nun musste Leipzig für 3:21 Minuten in doppelter Unterzahl spielen.

Solingen nutzte das Gastgeschenk zu drei Toren in Folge und einem beruhigendem 23:18. Mit diesem sicheren Vorsprung war das Spiel für die Favoritinnen entschieden. „Dass Solingen gewinnt, geht aufgrund unserer eigenen Fehler im Angriffsspiel und des Wechselfehlers in Ordnung. Jedoch haben wir 45 Minuten gezeigt, dass wir trotz unserer Ausfälle, der unglücklichen Roten Karte gegen Stefanie Hummel und der häufigen Unterzahlsituationen auch mit einem Topteam der Liga mithalten können“, resümierte Trainer Fabian Kunze.

Tatsächlich hatten die Unparteiischen in vielen Situationen auffällig einseitige Wahrnehmungen und bestraften gegen die Gäste konsequent, während auf der anderen Seite klare Fouls und Ringkampfeinlagen übersehen wurden. Das Endergebnis täuscht etwas über den Spielverlauf. Der HCL hatte die bessere Spielanlage, aber Solingen war individuell stärker. Kapitänin Jacqueline Hummel: „Die Niederlage ist sehr schade, weil mehr drin war. Aber wir verlieren, weil wir zu viele individuelle Fehler sowohl im Angriff als auch in der Abwehr machen.“

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