Foto: Axel Kretschmer

Die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 haben ihr Auswärtsspiel in Berlin gegen die Spreefüxxe mit 41:27 (18:14) verloren. Mit denkbar schlechten Vorzeichen reisten die Mainzer Handballerinnen nach Berlin: Mehrere Stammspielerinnen fielen aus – also mussten einige Frauen aus der 2. Damenmannschaft aushelfen.

Djazzmin Trabelsi eröffnete für die Spreefüxxe den Torreigen. Denise Großheim gelang der erste Gästetreffer zum 2:1 in der 3. Spielminute. Als Coach Florian Bauer beim 5:2 (7.) seine erste grüne Karte legte, justierte er seine Frauen nach. Über 9:7 (14.) kamen seine Spielerinnen auf 11:10(20.) durch Denise Großheim heran – die im Übrigen auf der Linksaußenposition ein sehr gutes Spiel machte. Auf Berliner Seite war es in dieser Phase vor allem Engelina Molenaar, die aus dem Rückraum erfolgreich war. Aber die Dynamites hielten dagegen: 13:12 (23:), 16:14 (28.) durch Julie Jacobs, die immer wieder auch aus dem Rückraum erfolgreich war. Halbzeitstand dann 18:14.

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Die Mainzerinnen spielten bis dahin in der Abwehr sehr aufmerksam, waren aggressiv und konnten das gegnerische Angriffsspiel immer wieder unterbrechen. Nach vorne funktionierte das Tempospiel gut, die Torabschlüsse waren sehr sicher und die „Neuen“ aus der 2. Mannschaft integrierten sich prächtig.

Irgendwie kamen die Dynamites schlecht aus der Halbzeit: einer 2-Minuten-Strafe folgte eine schwerere Knieverletzung von Annika Hermenau, die das vorzeitige Ende für sie bedeutete. Nun waren die jungen Frauen noch mehr gefordert. Als Coach Bauer beim 21:15 (34.) in seiner Auszeit einige Dinge ansprach, war der Berliner Zug bereits am Rollen: Routiniert nutzen sie jetzt jede sich bietende Möglichkeit, um den Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Über 23:16 (36.), 28:18 (42.) und 35:23 (51.) stand es schließlich 41:27.

In der Abwehr zeigten sich bei den Dynamites doch immer mehr Schwächen. Aggressiv und körperlich waren jetzt deutlich Unterschiede feststellbar. Im Angriff wurde es zunehmend schwieriger, entsprechende Lösungen zu finden. Die Berlinerinnen zeigten, dass sie eine Spitzenmannschaft sind, die geduldig die Gegnerinnen studierten und letztlich deutlich dominierten.

Trotz der am Ende deutlichen Niederlage ist es dem Mainzer Team hoch anzurechnen, dass es nie aufgegeben hat. Gerade die jungen Spielerinnen wie Tabea Coors (mehrere Paraden in der 2. Halbzeit), Rugile Bartaseviciute, Nora Schulze, Lizzy Sülzle (die sich alle in die Torschützenliste eintragen konnten) versuchten bis zum Ende dagegen zu halten – für sie eine nicht einfache Aufgabe, waren sie doch knapp 24 Stunden vorher im Stadtderby gegen Bretzenheim schon gefordert.

Dementsprechend zufrieden war dann auch Trainer Florian Bauer. „Wir können eigentlich erhobenen Hauptes vom Platz gehen. Bisschen zu viele Gegentore haben wir bekommen – aber eben der Situation geschuldet. Bis auf die ersten fünf Minuten, wo wir nicht so konzentriert waren, hat sich die Mannschaft gut reingekämpft. Leider haben wir dann direkt vor der Halbzeit zu schnell abgeschlossen und den Gegnerinnen so noch ein Tor ermöglicht. Aber das sind eben Lernprozesse, die die Mädels durchmachen müssen.“

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