Foto: Dieter Lange

Der Buxtehuder SV bekommt eine neue Torhüterin: Marie Andresen (27) von der HSG Blomberg-Lippe hat einen 2-Jahres-Vertrag unterschrieben. Die Verpflichtung wurde nötig, weil die Buxtehuder Kapitänin von Bord geht: National-Torhüterin Katharina Filter sucht eine neue sportliche Herausforderung und wird den Verein zum Saisonende verlassen.

Die zweite National-Torhüterin des BSV dagegen bleibt: Lea Rühter (23) hat ihren Vertrag jetzt um ein Jahr bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Die Psychologie-Studentin war im Oktober nach achtmonatiger Verletzungspause ins Team zurückgekehrt und findet jetzt immer mehr zu ihrer alten Leistungsstärke zurück. Lea Rühter: „In Buxtehude stimmt für mich wieder das Gesamtpaket. Die Mannschaft hat großes Potential – das macht Lust auf mehr. Ich freue mich auf viel Freude und Erfolg in meiner dann schon neunten Saison beim BSV!“

Neuzugang Marie Andresen wird neben dem Handball im Sommer Referendariat fürs Grundschul- Lehramt beginnen: „Ich freue mich sehr auf eine neue Herausforderung in einem der Traditionsvereine im Frauenhandball in Deutschland, eine gute Zusammenarbeit mit Trainer und Mannschaft und hoffe auf die Chance, mit guten Leistungen das entgegengebrachte Vertrauen bestätigen zu können. Seit der Jugend habe ich schon einige Spiele gegen Buxtehude bestritten, ich freue mich nun das Publikum in der kommenden Saison auf meiner Seite zu wissen und das Trikot des Buxtehuder SV tragen zu dürfen.“

Mit Lea Rühter und Neuzugang Marie Andresen ist die Tor-Position zur neuen Saison wieder doppelt besetzt. Dafür ergeben sich neue Baustellen im Buxtehuder Bundesliga-Kader, denn neben Kathi Filter werden drei weitere Leistungsträger den Verein im Sommer verlassen: Rückraumspielerin Annika Lott (22), Kreisläuferin Lisa Antl (21) und Rechtsaußen Meret Ossenkopp (23). Alle drei Spielerinnen wechseln voraussichtlich innerhalb der Bundesliga mit dem Ziel, künftig auch international spielen zu können.

Sportlich ist das für den Buxtehuder SV ein herber Verlust. Trainer Dirk Leun hätte sehr gerne länger mit dem jungen Kader zusammengearbeitet: Dirk Leun: „Ich hätte mir für die Weiterentwicklung unserer jungen Mannschaft sicherlich etwas mehr personelle Konstanz gewünscht. Andererseits sind die offenbar sehr lukrativen und sportlich reizvollen Angebote anderer sehr interessierter Vereine auch eine Bestätigung unserer intensiven Bemühungen, junge Spielerinnen zu leistungsstarken Handballerinnen auszubilden.“

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Manager Peter Prior: „Diese personellen Abgänge tun schon sehr weh, auch wenn man Verständnis haben muss, wenn Spielerinnen nach höheren sportlichen Zielen streben. Für den Frauen-Handball in Deutschland und insbesondere für die Nationalmannschaft ist es zudem erfreulich, wenn auch bei den Top-Clubs wieder verstärkt deutsche Spielerinnen in den Fokus rücken. Ihr Anteil betrug dort zuletzt nur noch ein Drittel.“

BSV-Coach Dirk Leun blickt trotz der personellen Abgänge optimistisch in die Zukunft. Er will den weiteren Werdegang „seiner“ Spielerinnen „auch in Zukunft aufmerksam verfolgen“. Leun, bereits im 14. Jahr Trainer des BSV, blickt trotz der Abgänge zuversichtlich nach vorne: „Ich freue mich darauf, unser verbleibendes Team sowie alle Neuzugänge, die wir für unser Konzept gewinnen werden, wieder sportlich und charakterlich zu einer starken Einheit zu formen.“

Der BSV ist länger schon auf der Suche nach externen Ergänzungen für den Kader zur neuen Saison. Manager Peter Prior: „Die vier Spielerinnen reißen Lücken, die wir nicht allein mit jungen Kräften aus dem eigenen Nachwuchs füllen können. Aber grundsätzlich wollen wir unseren Weg weitergehen und junge Talente bestmöglich ausbilden.“ Dem Manager ist nicht bange um die Zukunft. Prior: „Für die neue Saison haben wir bereits 12 Spielerinnen unter Vertrag. Das Gerüst steht.“

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