Foto: Jörg Dembinski

Am 14. Spieltag waren die HL Buchholz 08-Rosengarten in ihrem Auswärtsspiel gegen den TUS Metzingen gefordert, der den dritten Platz in der 1. Bundesliga belegt. Trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung unterlag der krasse Außenseiter mit 31:25 in der Öschalle Metzingen vor fast 500 Zuschauern.

Die Mannschaft aus Baden-Württemberg festigte durch den doppelten Punktgewinn mit 19:10 Zählern ihren Rang hinter Bietigheim und Dortmund, zumal der Verfolger Thüringer HC unerwartet gegen Bensheim/Auerbach unterlag. Die Norddeutschen verbleiben mit 4:24 auf dem Relegationsplatz. In der umkämpften Partie war die Polin Dagmara Nocun mit sieben Treffern die erfolgreichste Torschützin ihrer Mannschaft, bei den Luchse konnten sich Marleen Kadenbach und Evelyn Schulz mit jeweils sechs Toren auszeichnen.

Nach nervösem Beginn beider Teams waren die Luchse zunächst das bessere Team und führten überraschend mit 2:5, doch nach dem 4:6 und der Auszeit von Metzingens Trainerin Edina Rott brachen die Luchse durch einen 9:2 Lauf der Heimmannschaft ein und fanden kein Mittel mehr, um die 12:7 Führung von Metzingen zu verhindern. Diese Phase der Begegnung war gekennzeichnet durch eine Vielzahl von technischen Fehlern bei den Gästen, die zu leichten Toren für Metzingen führten, allerdings mussten die Norddeutschen häufig in Unterzahl agieren.

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Im Angriff wurden sie immer wieder ins Zeitspiel gezwungen und in der Abwehr fanden sie keinen Zugriff mehr. Erst in der 25. Minute fingen sich der Außenseiter wieder als Maj Nielsen und Evelyn Schulz auf 12:9 verkürzten, aber postwendend erhöhte Katharina Pandza auf 13:9. Wie so häufig bei den Norddeutschen gelang es ihnen nicht, den Druck auf Metzingen zu erhöhen, da sie bei klaren Chancen an Nicole Roth scheiterten. Zwar hatten die Luchse noch etliche Möglichkeiten mindestens auf zwei Tore heranzukommen, aber dieses Vorhaben war nicht von Erfolg gekrönt, so dass der erste Abschnitt der Partie mit 17:13 für die Heimmannschaft beendet wurde.

Nach Wiederanpfiff sah es zunächst danach aus, als ob die Norddeutschen eine Partie auf Augenhöhe liefern könnten, denn die im Rückraum agierende Maj Nielsen verkürzte auf 18:15, aber schon in der 40. Minute zogen die Süddeutschen auf 25:16 davon, so dass der neutrale Beobachter mit einer deftigen Niederlage der Gäste rechnen musste. Im sicheren Gefühl einer klaren Führung verlore die Heimmannschaft zusehends den Faden und die unermüdlich kämpfenden Luchse gaben sich in keiner Phase des Spiels auf und starteten eine Aufholjagd, mit der niemand mehr gerechnet hatte.

In der 52. Spielminute verkürzte Alexia Hauf auf 27:23 und es wäre im weiteren Verlauf des Spiels auch noch mehr möglich gewesen, aber wenn man kein Glück hat, dann kommt noch Pech dazu, weil erneut klare Möglichkeiten vergeben wurden. Der 31:25 Sieg des Favoriten war verdient, scheint aber gefühlt etwas zu hoch, da neben der mangelnden Wurfausbeute die Luchse die vielen Zeitstrafen noch kompensieren mussten, so dass am Ende auch die Kraft fehlte. Natürlich hatte das Metzinger Team nicht seinen besten Tag, aber man sollte auch nicht vergessen, dass der Tabellendritte deutlich besser besetzt ist und bei dem breiten Kader über viel mehr Möglichkeiten verfügt. 

„Wir sind zunächst gut ins Spiel gekommen, aber das Niveau konnten wir aufgrund der vielen Zeitstrafen nicht halten. Loben möchte ich dennoch die gesamte Mannschaft, die bis zum Abpfiff aufopferungsvoll gekämpft hat. Trotz eines zeitweiligen Rückstands von neun Toren konnten sich die Mädels wieder in das Spiel zurück kämpfen, das ist bei so einer Mannschaft wie Metzingen nicht selbstverständlich. Bei der Klasse des Gegners wird jeder Fehler sofort bestraft. Mir ist bewusst, dass wir noch etliche Mängel abstellen müssen, wenn wir wieder in die Spur finden wollen. Aber wir werden uns nicht aufgeben und ich sehe noch etliche Möglichkeiten, um den Klassenerhalt am Ende zu sichern, da die Saison noch lang ist“, resümiert Dubravko Prelcec, der Trainer der Luchse. 

Sven Dubau, der Geschäftsführer der HL Buchholz 08-Rosengarten, sieht ebenfalls Fortschritte bei der Mannschaft: „Wir haben uns in Metzingen viel besser präsentiert als bei unserer Niederlage in Leverkusen. Der Sieg für Metzingen ist verdient und der Klasse des Gegners geschuldet. Ich freue mich, dass die Mädels Charakter gezeigt haben, denn hätten sie sich aufgegeben, dann wäre leicht eine Niederlage mit einer Differenz von -20 Toren möglich gewesen. Das heutige Resultat ist das Beste, was wir je in Metzingen erzielen konnten.“

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