Foto: HC Leipzig

Die Frauen des HC Leipzig haben in der 2. Bundesliga ihr selbst gestecktes Ziel erreicht und sich mit einem souveränen 33:26-Sieg (Halbzeit 16:14) gegen die Kurpfalz Bären für die Hinspielniederlage in Ketsch revanchiert.

Dabei begann für Leipzig das Spiel nicht nach Plan, stellten die Bärinnen eine sehr bewegliche und solide Abwehr aufs Parkett der Brüderstraße. Mit schnellen Gegenstößen und cleveren Kombinationen führte der Bundesligaabsteiger nach sieben Minuten mit 6:3. In dieser Phase des Spieles blitzte die Klasse des Gegners mehrfach auf. Mit unbändigem Willen und angetrieben von den Hummel-Zwillingen (erneut gemeinsame 11 Tore!), Julia Weise und Pauline Uhlmann gelang es bis zur 15. Minute das Spiel zu drehen und beim 10:7 selbst mit drei Toren in Führung zu gehen.

Die 305 begeisterten Zuschauer sahen wiederum ein schnelles und rassiges Spiel, gut funktionierende Spielzüge mit perfekten Anspielen zur jeweils freien Mitspielerin. Garant für den Erfolg war eine relativ geringe Fehlerquote der Leipzigerinnen im Angriff und eine wirkungsvolle Deckung. Besonders Sharleen Greschner überzeugte mit Überblick und Präsenz. Mehrfach konnte sie den Ball „stehlen“ und sich im Zentrum auszeichnen. Nach dem Spiel zeigte sich die 20-jährige zufrieden mit der Mannschaftsleistung: „Wir haben umgesetzt was wir in der Abwehr und im Angriff spielen wollten. Ein wenig konnten wir uns selbst überraschen. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und freue mich über die Punkte.“

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Dass die Trauben in Leipzig für Gäste hoch hängen bestätigte die Bärentrainerin Franziska Steil: „Wir waren am Anfang gut im Spiel und haben mit unserem Tempospiel Leipzig vor Probleme gestellt, doch die 10 Minuten nach der Pause waren nicht gut. Bei Leipzig ist eine Entwicklung zu erkennen. Es ist ein Unterschied ob man gegen den HCL zu Hause oder auswärts spielt. Sie sind in ihrer eigenen Halle eine Macht.“

Die letzten zehn Minuten nutzten die Kunze-Schützlinge zum Schaulaufen und zum Wechseln. Alle Spielerinnen kamen zum Einsatz, auch Neuzugang Charley Zenner vom BSV Sachsen Zwickau. Die U17-Europameisterin von 2017 (zusammen mit Julia Weise und Pauline Uhlmann) wurde mit einem Zweitspielrecht ausgestattet und wird Leipzig im weiteren Saisonverlauf unterstützen. Sie feierte einen Einstand nach Maß indem sie sowohl den Siebenmeter von Cara Reuthal als auch drei weiter Würfe parierte. HCL-Cheftrainer Fabian Kunze, der seine Mannschaft gewohnt gut eingestellt hatte, resümierte: „Wir versuchen durch eine gute Deckung mit den gewonnen Bällen schnell nach vorn zu spielen, die Gegner auszukontern und oft den Spezialistenwechsel zu überspielen.“ Insgesamt eine gelungene Vorstellung, die den Sächsinnen vorübergehend den 8. Platz einbringt.

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