Foto: Marko Unger

Die SG BBM Bietigheim hat sich erneut für das OLYMP Final4 qualifiziert. Am Samstagabend, 29. Januar, gewann der Pokaltitelverteidiger in der heimischen Halle am Viadukt mit 32:24 (17:11) gegen Borussia Dortmund und schlägt den deutschen Meister damit zum dritten Mal in dieser Saison klar.

Die Vorzeichen vor diesem Pokalkracher im Viertelfinale des DHB-Pokals auf dem Weg zum OLYMP Final4 2022 in Stuttgart waren aus SG BBM Sicht denkbar schlecht.

Mit den deutschen Nationalspielerinnen Julia Maidhof, Xenia Smits, Jenny Behrend sowie Luisa Schulze fehlten dem Titelverteidiger sage und schreibe ganze vier Akteure aus ihrem Lizenzspielerinnenkader, nach positiven Schnell- sowie PCR-Tests (trotz doppeltem Impfschutz sowie Boosterung).

Das Wichtigste vorab: Alle Spielerinnen befinden sich in häuslicher Quarantäne und zeigen keine Symptome.

Die spielleitende Stelle der HBF entschied sich für die Austragung der Partie aufgrund des nun enggetakteten Spielplans sowie der zu geringen Spielerinnen-Ausfallquote. Mit diesem enormen personellen Handicap im Rucksack startete die Gaugisch-Sieben ohne zu lamentieren sehr fokussiert in dieses mit großer Spannung erwartet Match. Von Beginn an spürten die Zuschauer in der stimmungsvollen Viadukthalle, dass beide Mannschaften alles daran setzten, dieses absolute Top-Event im Frauenhandball, dem OLYMP Final4 in Stuttgart, im Mai diesen Jahres zu erreichen.

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Die Anfangsphase war geprägt von der bereits bekannten Defensivstärke der Bietigheimerinnen. Mit dieser Stärke setzte sich die SG BBM nach knapp sechs Minuten mit 3:0 ab. Auch nach der ersten Auszeit der Partie änderte sich dies nicht. Durch ein schönes Kreisanspiel auf Danick Snelder und einen Tempogegenstoß von Inger Smits erhöhten die SG-Ladies auf 6:1. In der 13 Minute verwandelte Kelly Dulfer nach sehenswertem Zuspiel von Karolina Kudlaz-Gloc aus dem Rückraum zum 8:2.

Auch nach mehr als 15 gespielten Minuten, das gleiche Bild. Die SG zeigte wie schon so oft in dieser Saison eine überragende Abwehrarbeit und profitierte dadurch von mehreren Ballverlusten des BVBs. Dies wurde unter anderem im Gegenstoß von Kim Naidzinavicius mit dem 12:4 belohnt. Zum Ende der ersten 30 Minuten kam der BVB, der oft auf die erwartetet 7-6-Angriffsformation setzte, durch mehre Zeitstrafen auf Seiten des Gästgebers ein wenig besser ins Spiel und verkürzte zur Halbzeit auf 17:11.

In den zweiten Durchgang startete die SG in Unterzahl. Der Gast aus Dortmund versuchte mit einer offensiven 4:2-Deckung heanzukommen. Nach der zweiten Auszeit von Markus Gaugisch, dann wieder das bekannte Bild. In der 36 Minute traf die heute überragende Inger Smits nach Ballgewinn zum 20:14. Mit einer Parade von Melinda Szikora und weiterem Ballgewinn baute die SG BBM den Vorsprung auf zehn Tore wieder aus. Den Schlusspunkt in dieser Pokalpartie setzte Melinda Szikroa mit einer starken Parade zum umjubelten 32:24 Endstand. Damit steht die SG BBM erneut im OLYMP Final4, welches am 28. und 29. November in der Stuttgarter Porsche Arena ausgetragen wird.

SG BBM Cheftrainer Markus Gaugisch: „Trotz den Ausfällen und einer eher bescheidenen Trainingswoche haben die Mädels unglaubliches geleistet. Gerade in den ersten 20 Minuten belohnten wir uns mit der guten Defensive. Auch die 4:2 Deckung des BVBs haben meine Spielerinner sehr gut gelöst bekommen.“

Auch SG-Sportdirektor Gerit Winnen zeigte sich sehr zufrieden: „30 wettbewerbsübergreifende Pflichtspielsiege in Folge verkörpern eine stolze Bilanz. Diese Mentalitätsmonster trotzen jeder Ausnahmesituation, es ist einfach nur wunderbar, solche Spielerinnen sowie das Trainerteam in Bietigheim zu wissen. Wir mussten im Pokalfight gegen den BVB coronabedingt auf ein Viertel des Stammkaders verzichten und die Mannschaft rückte noch enger zusammen, lieferte erneut gnadenlos ab. Die heutige, mit diesem großen personellen Handicap, erreichte Qualifikation für OLYMP Final4 ist ein weiteres fettes Ausrufezeichen dieser Mannschaft.“

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