Foto: Axel Kretschmer

Die Handballerinnen des 1. FSV Mainz 05 haben ihr Heimspiel gegen HC Leipzig mit 31:30 (18:16) gewonnen.

Dramatik pur bis zur letzten Sekunde in der Gymnasiumhalle Oberstadt in Mainz: Die Gäste aus Leipzig haben noch 8 Sekunden Zeit, den Ausgleich zu erzielen – doch der Wurf verfehlt das Ziel. Überglückliche Mainzerinnen liegen sich in den Armen.

Begonnen hatte das Spiel konzentriert auf beiden Seiten. Der Mainzer Führung durch Saskia Wagner und Leah Schulze folgten Gästetreffer durch Lotta Röpcke und Wiebke Meyer – über 3:2 (5.) stand es in der 7. Minute 5:4. Aus einer sicheren, aktiven Abwehr agierten die Dynamites fortan mit eigenen schnellen Angriffen, fanden immer wieder die Lücke in der gegnerischen Abwehr – entweder aus dem Rückraum oder durch sehenswerte Anspiele an den Kreis. 12:7 in der 16. Spielminute und die Leipziger Auszeit waren die Folge. Sehenswert auch das Rückhandanspiel von Annika Hermenau an Leah Schulze zum 14:7 (17.).

Als Franziska Fischer und Julie Jacobs auf 15 bzw. 16:8 (22.) erhöhten, sahen die Mainzerinnen wie sichere Siegerinnen aus. Aber viele technische Fehler ermöglichten den Leipzigerinnen in den verbleibenden Minuten bis zum Halbzeitstand von 18:16 heranzukommen.

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Mit ihrem fünften Treffer eröffnete Pauline Uhlmann die zweite Halbzeit: 18:17. Es begann eine offene Spielzeit. Leipzig glich in der 41. Minute erstmals aus, ging sogar fünf Minuten später mit 24:25 in Führung. Die „Mainzer Flügelzange“ Simone Karl und Franziska Fischer erzielten Treffer 30 und 31, die letztlich zum knappen Sieg genügten.

Florian Bauer war nach dem Schlusspfiff dann auch zufrieden: “Zunächst vielen Dank an die Zuschauer für die Unterstützung – das macht in einem knappen Spiel schon auch noch einmal etwas aus. In den ersten 23 Minuten haben wir überragend gespielt, haben dann am Ende etwas liegen gelassen. In der 2. Halbzeit war es dann wieder ein Kampfspiel – und es freut mich einfach, dass wir den „Switch“ geschafft haben und am Schluss auch das notwendige Quentschen Glück mit dem letzten Ball hatten. Die Mädels haben sich das absolut verdient, weil sie immer wieder gut dafür arbeiten. Heute haben sie den Lohn erhalten. Insofern bin ich sehr zufrieden. Besonders loben möchte ich heute unsere Flügelzange Simone Karl und Franziska Fischer, die mit ihren Aktionen wesentlich zum Sieg beigetragen haben.“

Fabian Kunze haderte etwas mit seiner Mannschaft. „Wir fangen viel zu schwach in der Deckung an, haben uns viel mehr Aggressivität und Kompaktheit vorgestellt. Dort werden wir viel zu viel auseinander gespielt – 31 Gegentore sind viel zu viel. Kompliment an die Mannschaft, dass wir nach einem 8 Tore Rückstand nochmal rankommen; lassen aber dann vorne zu viel liegen und kommen oft einen Ticken zu späte gegen Mainzerinnen, die hier unbedingt gewinnen wollten.“

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