Foto: Hans-Christian Wagner

Am Samstagabend um 19.30 Uhr haben die Bunkerladies in der 2. Handball-Bundesliga die Kurpfalz-Bären Ketsch zu Gast: Beim Duell der Tabellennachbarn – der Vierte aus Regensburg (19:9 Punkte) trifft auf den Sechsten (15:11) – ist Spannung vorprogrammiert.

Der Bundesligaabsteiger aus dem Nordwesten Baden-Württembergs hat große Pläne: Zur Spielzeit 202/23 geht das neue bundeslandübergreifende Kooperationsprojekt der Kurpfalz-Bären aus Ketsch und der weiblichen Handballabteilung der TSG Friesenheim HLZ Rhein|Neckar|Pfalz an den Start. Da würde eine noch bessere Platzierung als aktuell sicher nicht schaden und deswegen sollen die Punkte aus Bayern entführt werden.

Bei dem Duell wird es auch einige Wiedersehen geben: Ketschs Trainerin Franziska Steil spielte, damals noch unter ihrem Mädchennamen Garcia-Almendaris, in der Saison 2008/09 unter ESV-Coach Csaba Szücs beim 1. FC Nürnberg. Als der Traditionsverein nach der Runde Insolvenz anmelden musste, spielte die Kreisläuferin noch für die Bundesligisten Thüringer HC, Bayer Leverkusen und DJK/MJC Trier. Vor der Spielzeit übernahm Steil, die ihre Trainerkarriere 2019 in Hunsrück gestartet hatte, den Zweitligisten aus Ketsch, für den sie von 2000 bis 2008 selbst die Handballschuhe geschnürt hatte.

Bester Werferin der Kurpfalz-Bären Ist Linkshänderin Cara Reuthal, die mit 75 Treffern auf Rang neun der Torschützenliste liegt. Die gebürtige Würzburgerin war bis 2019 beim HC Erlangen aktiv und Mannschaftskollegin von Anika Bissel, die immer noch auf ihren ersten Einsatz für den ESV warten muss. Ebenfalls sehr torgefährlich ist Reuthals Gegenüber auf Halblinks, Lara Eckhardt. Die beiden waren schon in der abgelaufenen Bundesliga-Saison die erfolgreichsten Werferinnen Ketschs.

Auf die Bunkerladies kommt nicht nur in der Abwehr viel Arbeit zu, auch im Angriff muss sich gegen die 5:1-Deckung viel und auch ohne Ball bewegt werden. Die Mannschaft, bei der in dieser Woche die Vertragsverlängerungen von Franziska Peter, Nicole Lederer und Nicole Schiegerl bekanntgegeben werden konnten, hat nach den jüngsten Erfolgen – sechs Auswärtssiege in Serie und das Unentschieden gegen den damaligen Spitzenreiter Waiblingen im letzten Heimspiel – viel Selbstvertrauen.

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„Wir hatten uns als Liganeuling vor der Saison 20 Punkte als Ziel gesetzt. Dass wir diese Marke jetzt schon im letzten Spiel der Hinrunde erreichen können, hätte niemand vor Rundenbeginn für möglich gehalten“, fasst Robert Torunsky die aktuelle Gemütslage zusammen. Gleichwohl mahnt der Sportliche Leiter aber vor überzogenen Erwartungen. „Wir sind immer noch ein Aufsteiger, der sich alles hart erarbeiten muss.“ Jedes Spiel in dieser Liga sei schwierig und angesichts der Pandemie sei man generell einfach über jede erfolgreich absolvierte Partie froh.

Ins gleiche Horn stößt auch Trainer Csaba Szücs: „Der Sieg gegen Mainz zum Start in das neue Jahr war wichtig. Aber auch dieses Spiel hätte anders ausgehen können. Deswegen machen wir einfach weiter wie bisher und denken nur an den nächsten Gegner“, sagt der erfahrene Coach. „Ketsch ist ein starker Gegner, gegen den wir eine sehr gute Leistung abliefern müssen, um die Punkte zu behalten.“ Dass die Mannschaft dazu aber in der Lage sei, hätte das Spiel gegen Waiblingen gezeigt.

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