Foto: Jörg Dembinski

Zum zweiten Mal endet die Cheftrainerinnen-Zeit von Edina Rott bei den TUSSIES Metzingen. Ab dem 01.07.2022 gilt es den Posten auf der TUSSIES-Bank neu zu besetzen. Die Gespräche laufen, doch Details sind noch keine bekannt.

2009 übernahm Edina Rott erstmalig die Cheftrainer-Rolle in Metzingen. Zunächst noch in der zweiten Liga, doch 2012 gelang bereits der Aufstieg in die Beletage. Den Klassenerhalt in der ersten Saison sicherte Sie sich noch mit Ihrem Team, danach übergab Sie das Zepter an Alex Job und kümmerte sich fortan stärker um die Jugend und die zweite Mannschaft. Sowohl die A- als auch die B-Jugend schafften es in dieser Zeit in die Jugendbundesliga und die 2. Mannschaft stieg bis in die dritte Liga auf und feierte dort zwei Meisterschaften.

Ein Comeback bei der 1. Mannschaft, das über das Amt der Co-Trainerin hinausgeht war weder geplant noch angestrebt. Im Sommer 2019 kam es zur vorzeitigen Vertragsauflösung mit Andre Fuhr und kurz vor dem Vorbereitungsbeginn auf die neue Saison standen die TUSSIES ohne Cheftrainer da. Einige Spielerinnen sprachen sich damals für Co-Trainerin Edina Rott aus und auch Manager Ferenc Rott sah zu diesem Zeitpunkt bei Ihr die naheliegendste Lösung: „Die Ereignisse kamen damals ganz anders als gedacht, wir mussten schnell handeln und da Edina ja auch als Co-Trainerin immer sehr nah an der Mannschaft geblieben ist, wollten wir mit Ihr erstmal in ein Übergangsjahr gehen.“

Aus dem einen Jahr sind bereits 2,5 Saisons geworden, weil es zum einen sportlich sehr gut funktioniert hat und auch weil es in Zeiten der Corona-Pandemie sehr gut gepasst hat. Wie die meisten Vereine haben die Coronaauswirkungen auch Metzingen finanziell getroffen. Diese Zeit mit einigen Herausforderungen wurde von den TUSSIES gemeinsam sehr gut überstanden. Zwei Mal führte Edina Rott Ihr Team in dieser Zeit auf den dritten Platz und erreichte in beiden Jahren das Final 4.

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Trotz der Erfolge soll nach dieser Saison Schluss sein, wie die scheidende Trainerin erklärte: „Ich war natürlich da, als der Verein mich brauchte. Das würde ich auch immer wieder so machen, aber jetzt ist die gemeinsame Entscheidung gefallen, dass nach dieser Saison Schluss ist. Ich arbeite unglaublich gerne mit den Spielerinnen zusammen und genieße die gemeinsame Zeit sehr, aber ich bin auch zweifache Mutter und Ehefrau des Managers. Das zu Hause alles zu trennen oder mal abzuschalten ist nicht immer einfach. Auf Dauer ist das eine hohe Belastung für eine Familie und daher haben wir das gemeinsam so beschlossen.“

Ihr Mann ergänzt: „Ich bin natürlich sehr dankbar, dass Edina damals diesen Posten übernommen hat. Mit den personellen Umbrüchen und mit den finanziellen Schwierigkeiten hat Sie allen Vorzeichen zum Trotz unsere Mannschaft sportlich immer unter den besten Drei in Deutschland gehalten. Vor allem die letzte Saison, in der wir unseren Tabellenplatz nach schwerem Start verteidigt haben, war für mich wirklich etwas Besonderes. Aber die Vorzeichen haben sich auch bei uns im Verein wieder verändert. Auch ich persönlich bin froh, wenn die Themen Manager und Trainer nicht dauerhaft in einem Haushalt diskutiert werden. Außerdem wollen wir so für unser Team auch neue Impulse setzen.“

Zum aktuellen Zeitpunkt steht noch kein Nachfolger fest, der Entschluss für einen Wechsel aber schon. Manager Rott ist aber recht optimistisch was die Trainersuche angeht: „Die Entscheidung, dass sich im Sommer etwas ändern wird, haben wir gemeinsam ganz unabhängig von der Nachfolge getroffen. Die Gespräche laufen aktuell, aber ich möchte mich dazu noch nicht weiter äußern. Ich bin überzeugt, dass die Spielerinnen in Metzingen einen sehr guten Ersatz bekommen und die TUSSIES-Fans sich auch weiterhin auf attraktiven und erfolgreichen Handball freuen können.“

Welche Rolle Edina ab Sommer in Metzingen übernimmt ist noch vollkommen unklar, wobei man sich Ihre Person außerhalb des TUSSIES-Umfeldes gar nicht vorstellen kann. Zum Glück sieht das auch die gebürtige Ungarin so: „Wir sind mitten in der Bundesliga-Saison in der wir unsere Ziele erreichen wollen. Meine Mannschaft und ich konzentrieren uns ausschließlich darauf. Alles andere sieht man dann im Sommer. Für mich kommen die TUSSIES und der Handball in Metzingen direkt nach meiner Familie, das wird sich auch zur neuen Saison nicht ändern.“

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