Foto: Marco Rosenheinrich

Markranstädt – Manchmal tritt der Handball in den Hintergrund. Diese Erkenntnis machte der SC Markranstädt am Sonntag in der 3. Handball-Bundesliga gegen den SV Grün-Weiß Schwerin. Trotz einer souveränen 23:15-Führung, die den ersten Heimsieg mehr als greifbar machte, kam es zum Spielabbruch.

Nach einem Zusammenprall in der 38. Minute an der Mittellinie musste eine Spielerin mit Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung minutenlang vom gerufenen Notarzt behandelt werden. Sie wurde danach in ein Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht. Am Abend dann Entwarnung: Die Spielerin konnte laut Sportlichen Leiter der Grün-Weißen die Heimreise antreten. Die Piranhas wünschen weiterhin gute Besserung! Die Schwerinerinnen teilten dann auf dem Parkett dem Schiedsrichter-Duo mit, dass sie die restlichen Minuten nicht zu Ende spielen wollen.

Die nach den verletzungs- und gesundheitsbedingten Ausfällen von Mirijam Haack, Julia Okon, Lucie Müller und Caty Czeczine ohnehin stark ersatzgeschwächten Piranhas, die beim letzten Heimspiel auch noch den Ausfall von Fabienne Kracht (Kreuzbandriss) in Kauf nehmen mussten, legten dennoch eine mehr als respektable Leistung hin.

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Nach einem 2:4-Rückstand (6.) in der Anfangsphase drehten die Piranhas mit einem 7:2- Lauf das Spiel in nur sieben Minuten. Plötzlich gelangen schöne Kombinationen im Zusammenspiel Rückraum und Kreis. Zudem zeigte sich eine enorme Durchschlagskraft aus dem Rückraum. Plötzlich zog der SCM auf 15:8 (23.) davon. In der Phase konnte man auch einen verworfenen Siebenmeter verschmerzen, da die Deckung der Piranhas inklusive Torhüterin nichts anbrennen ließ.

Mit einem Fünf-Tore-Polster ging es in Halbzeit zwei. Doch die Abwehr der Piranhas stand. Die Gäste erzielten bis zur 38. Minute nur zwei Treffer. Anders das Team von Cheftrainer Rüdiger Bones, das sich immer mehr in einen Rausch spielte. Die treffsichere Henriette Dreier erzielte in der 38. Minute per Siebenmeter die 23:15-Führung. Dann kam es zum beschriebenen Zusammenprall.

Die nur mit acht Feldspielerinnen angetretenen Piranhas hätten gerne weitergespielt gegen die personell besser besetzen Gäste (12 Feldspielerinnen). Die Entscheidung von Schwerin respektiert der SC Markranstädt jedoch.

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