Foto: HC Leipzig

Der HC Leipzig meldet sich mit einem 31:27 (14:13)-Auswärtssieg sehr eindrucksvoll zurück in der 2. Liga. Nach zuletzt fünf Niederlagen in Folge, mit zum Teil schwachen Leistungen, scheint der Knoten endlich geplatzt zu sein.

Die Ausgangspositionen hätten nicht unterschiedlicher sein können. Die Turngemeinde Nürtingen holte aus den letzten 4 Spielen 7:1 Punkte und wollte die gute Serie weiter ausbauen. „Wir wollen Leipzig schlagen.“, so TGN-Coach Simon Hablizel. Der HCL dagegen schien nach der Niederlagenserie angeschlagen und sah sich zunehmender Kritik ausgesetzt. Auch für dieses Spiel standen die Vorzeichen eher schlecht. Die Verletztenliste ist immer noch lang. Mit Lilli Röpcke und Christin Conrad waren weitere Ausfälle zu beklagen. Dafür meldeten sich Jaqueline Hummel, Emily Glimm und Lara Seidel zurück, wenn alle drei auch noch nicht wieder topfit sind und weniger Spielanteile hatten.

Die Leipzigerinnen präsentierten sich in der Fremde besonders motiviert und mit einem ganz anderen Team Spirit. Das äußerte sich vor allem in einer deutlich verbesserten Abwehrarbeit, in der jede Spielerin für die Nebenfrau ackerte. Die Angriffe wurden teilweise sehenswert ausgespielt, besonders in Kooperation mit dem Kreis. Auch die individuelle Stärke der Gäste im Spiel 1 gegen 1 trug Früchte. Bereits zur Pause lag der HCL vorn.

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Im zweiten Durchgang steigerten sich die Mädels noch und setzten sich über die Stationen 19:16 und 30:26 deutlich ab. Zwischendurch hatten die kämpfenden Gastgeberinnen mehrfach den Ausgleich geschafft (21:21, 22:22, 23:23). Doch Leipzig behielt die Nerven, konnte mehrfach der TVG die Bälle stehlen und behielt am Ende mit einer tadelfreien Einstellung und guter Übersicht die Oberhand.

Erfolgreichste Torschützinnen waren Kerstin Foth (Nürtingen) mit 7 Toren und Emely Theilig, Lotta Röpcke und Jacqueline Hummel (alle Leipzig) mit je 6 Toren. Insgesamt ein verdienter HCL-Sieg, auch wenn noch nicht alles geklappt hat und die Trainer Potential für kurzfristige Verbesserungen ausmachen konnten.

Trainer Fabian Kunze: „Gut ist aus Trainersicht auch, dass es noch einige Dinge gibt, die wir kurzfristig noch viel besser lösen können. Doch jetzt überwiegt die Freude bei allen.“

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