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Einmal mehr heißt es für die HSG Blomberg-Lippe am Samstag „alles oder nichts“. Im Rückspiel der dritten Runde der EHF European League Women geht es für den lippischen Handball-Bundesligisten gegen Váci NKSE (Ungarn) um den Einzug in die Gruppenphase des internationalen Wettbewerbs. Doch aus dem Hinspiel tragen die Blombergerinnen eine Fünf-Tore-Hypothek mit sich, die es ab 18 Uhr aufzuholen gilt. Auch im Vorfeld des Spiels in der EHF European League Women wird am Samstag in der Lemgoer PHOENIX CONTACT arena bereits attraktiver Nachwuchs-Handball geboten.

„Wir haben 60 Minuten Zeit das Ruder herumzureißen. Das geht natürlich nur, wenn wir auch über 60 Minuten an uns glauben und alles in die Waagschale werfen, um den Rückstand aufzuholen“, glaubt HSG-Trainer Steffen Birkner noch an die Chance auf das Weiterkommen. Während das Team aus der Nelkenstadt am vergangenen Samstag im Hinspiel zunächst einen starken Auftritt zeigte und es verpasste mit einer Führung in die Halbzeitpause zu gehen, kippte das Spiel im zweiten Abschnitt in Richtung der Ungarinnen. Zu viele Unkonzentriertheiten und zu viele Fehler prägten die zweite Halbzeit der Blombergerinnen. Vác nutzte diese eiskalt und erarbeitete sich bis zum Schluss einen Fünf-Tore-Vorsprung (27:32).

„Ich bin überzeugt davon, dass wir am Samstag einen besseren Auftritt zeigen. Wir haben das Spiel analysiert und aus den Fehlern gelernt. Individuell und als Mannschaft können wir viele Situationen besser lösen als im Hinspiel. Wenn wir es schaffen eine höhere Effektivität an den Tag zu legen und auch in der Abwehr eine höhere Aggressivität zeigen, dann ist am Samstag alles möglich. Vor uns liegt ein extrem schweres Spiel, dass uns handballerisch und mental alles abverlangen wird“, freut sich Birkner auf die bevorstehende Herausforderung.

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Dabei verlief die Trainingswoche alles andere als rund. Aufgrund von Corona-Verdachtsfällen bei Emelyn van Wingerden und Marie Michalczik ließ Birkner Vorsicht walten und konnte nur zwei Trainingseinheiten absolvieren. Bei anschließenden PCR-Tests bewahrheitete sich der Verdachtsfall bei Michalczik. Beide Spielerinnen werden am Samstag nicht zur Verfügung stehen. „Der letzte Kontakt meiner Mannschaft zu den beiden Spielerinnen war am Sonntag. Wir haben uns am Donnerstag alle einer PCR-Testung unterzogen, bei der zum Glück kein weiterer Fall dazukam. Wir wünschen der betroffenen Spielerin schnelle und gute Besserung! Vielen Dank an das Gesundheitsamt Lippe und Dr. Stephan Happe, die uns in dieser Woche rund um dieses Thema mit Rat und Tat zu Seite standen“, informiert Birkner, dessen Team vollständig geimpft ist.

Geleitet wird die Begegnung am Samstag vom belgischen Schiedsrichtergespann Stephen Martens und Yves Schols. Als EHF-Delegierter wird Kristjan Halldorsson aus Island das Spiel begleiten. Die Tageskasse für das Europapokal-Spiel öffnet am Samstag ab 16:30 Uhr.

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