Foto: Jörg Dembinski (Neckarsulm)

Foto: Jörg Dembinski

Nach dem deutlichen Sieg in der zweiten Pokalrunde gegen Marpingen empfängt die Sport-Union Neckarsulm im DHB-Pokal Achtelfinale nun mit dem VfL Oldenburg einen Liga-Konkurrenten aus der Handball Bundesliga Frauen (HBF).

Bevor am 20. November das letzte Ligaspiel vor der WM-Pause in Bad Wildungen auf dem Programm steht, kämpft die Sport-Union am Samstagabend (18 Uhr) in der heimischen Ballei gegen das VfL-Team um den Einzug in das Viertelfinale. Mit zwei weiteren Siegen im Pokal-Wettbewerb wären die Neckarsulmerinnen erstmalig für das OLYMP Final Four in der Stuttgarter Porsche Arena, das am 28. und 29. Mai 2022 zum Saisonende stattfinden wird. Das Finalturnier kennt der VfL Oldenburg bereits bestens, denn 2018 feierte man als Außenseiter in einem Handballkrimi gegen die SG BBM Bietigheim einen Überraschungscoup und gewann den Pokal in Stuttgart.

Betrachtet man die bisherige Saison geht die Sport-Union am Samstagabend als Favorit in die Partie, doch der VfL hat vor allem vor der Länderspielpause mit zwei Siegen viel Selbstvertrauen getankt. Nachdem das Team von Niels Bötel mit 0:8 Punkten einen schlechten Saisonstart absolviert hat, kämpfte man sich mit den Erfolgen in Blomberg-Lippe sowie zuhause im Nord-Derby gegen den Buxtehuder SV stark in die Partie. Darüberhinaus setzten sich die Oldenburgerinnen im DHB-Pokal souverän mit 29:39 beim Zweitligisten HC Leipzig durch.

Erfolgreichste Werferin in der HBF ist beim VfL neben Spielmacherin Merle Carstensen vor allem Kathrin Pichlmeier. Die groß gewachsene Rückramschützin konnte aus dem linken Rückraum bisher 42 Tore erzielen und liegt damit auch auf dem fünften Rang in der Liga-Torschützenliste. Neben erfahrenen Kräften wie Julia Renner im Tor und Maike Schirmer auf Rechtsaußen, musste Bötel verletzungsbedingt am Kreis mit Paulina Golla als ursprüngliche Rückraumspielerin zuletzt allerdings improvisieren. Marie Steffen, in der vergangenen Saison mit der meisten Spielzeit am Kreis, kehrte nach überstandener Verletzung allerdings vor der Länderspielpause zurück in den Kader.

Bei Neckarsulm ist man durch das frisch gewonnene Selbstvertrauen der Oldenburgerinnen gewarnt, hat nach drei Siegen gegen den kommenden Gegner aber ein gutes Gefühl. Im Hinblick auf das große Ziel Stuttgart ist die Partie gegen den VfL nun ein wichtiger Schritt für das Team der Sport-Union. „Wir wollen definitiv eine Runde weiter kommen und auch erstmals in der Vereinsgeschichte in das Final Four nach Stuttgart einziehen. Dafür müssen wir das Spiel am Samstag natürlich gewinnen und mit unserem schnellen Spiel nach vorne sowie viel Tempo den Fokus auf uns legen. Wir dürfen sie nicht spiegeln. Oldenburg spielt einen langsameren, aber guten Handball.“, erklärt Logvin vor dem Pokalduell.