Foto: Jörg Dembinski

Am Mittwoch steigt das 58. Derby in der Frauen-Bundesliga zwischen dem VfL Oldenburg und dem Buxtehuder SV. Die große Frage aus Buxtehuder Sicht: Kann der BSV endlich mal wieder in Oldenburg gewinnen?

Seit mehr als sechs Jahren ist das nicht mehr gelungen. Der letzte Erfolg datiert vom 26. April 2015. Da siegte jene Buxtehuder Mannschaft in der EWE-Arena gegen den VfL mit 30:24, die nur 20 Tage später in Hamburg gegen den gleichen Gegner den DHB-Pokal gewann. Unter anderem mit Isabell Klein und Stefanie Melbeck – lang, lang ist es her. Seitdem gab es für die Mannschaft von Trainer Dirk Leun 5 Niederlagen und nur noch ein Remis – 2017 mit 23:23.

Der Heim-Vorteil, so könnte man denken, spielt in diesem Nord-Derby eine besondere Rolle. In eigener Halle hat der BSV 22 von 28 Spielen gewonnen, auswärts allerdings 19 von 29 Duellen verloren.

Auch der Ausgang der Neu-Auflage am Mittwoch um 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv) ist völlig offen, auch wenn der BSV mit 8:2 Punkten deutlich besser gestartet ist als der VfL mit 2:8 Punkten. Doch das Tabellenbild täuscht: Der VfL hatte ein schweres Auftakt-Programm und hat zum Teil sehr nur sehr knapp und unglücklich verloren, so in Leverkusen (25:26) und daheim gegen Metzingen (27:28).

Vor einer Woche aber setzte die Mannschaft von Trainer Niels Bötel ein Ausrufezeichen – und gewann bei der HSG Blomberg-Lippe mit 28:24. In den Reihen des VfL spielen zwei ehemalige Buxtehuderinnen, die erfahrungsgemäß besonders motiviert sein dürften: Rechtsaußen Maike Schirmer und Allrounder Paulina Golla, die im Sommer nach Oldenburg gewechselt ist.

Kurios: Eigentlich hätte das Derby bereits zum Saisonauftakt am 5. September gespielt werden sollen. Dann allerdings gab es drei Corona-Fälle beim VfL – und die Partie fiel aus. Der neue Spiel-Termin bescherte dem Buxtehuder SV so eine englische Woche mit drei Spielen in sieben Tagen. Kleiner Vorteil für den VfL: Die Mannschaft von Niels Bötel hatte am Wochenende frei, der BSV bestritt am Sonntag noch sein schweres Spiel in Leverkusen.

Dazu sagt Dirk Leun: „Die Belastung kann eine Ausrede sein, wir werden gut regenerieren und am Mittwoch so ausgeruht sein, dass wir wieder Vollgas geben können. Die Stimmung in der Mannschaft ist positiv, alle freuen sich auf das Derby.“