Foto: Buxtehuder SV

Keine Frage, den eigenen Saisonstart haben sich die Verantwortlichen des Buxtehuder SV sicherlich anders vorgestellt. Aus vier Spielen holte die Mannschaft von Trainer Dirk Leun nur einen Sieg und verlor unter anderem gegen den Aufsteiger SV Union Halle-Neustadt. Daraus resultiert aktuell nur der 13. Tabellenplatz. Die Ansprüche im Norden sind bekanntlich andere. Blickt man auf die kommenden Aufgaben des BSV, so wird es für den Bundesligisten in den nächsten Wochen nicht unbedingt einfacher, den Turnaround zu schaffen. Vor dem Heimspiel gegen die Werkselfen aus Leverkusen, haben wir uns mit Cheftrainer Dirk Leun unterhalten. Leun ist bereits seit 2008 für den Buxtehuder SV tätig und hat schon einige Höhen und Tiefen mit dem BSV erlebt. Im Interview mit frauenhandball.com, zieht der 56-jährige ein erstes Fazit der bisherigen Saison und gibt die Richtung für die anstehenden Aufgaben vor.

Sehr geehrter Herr Leun, kam die Länderspielpause aufgrund der bisher eher wechselhaften Leistungen ihres Teams zur richtigen Zeit?

Die Pause kam uns durchaus gelegen. Einerseits weil einige Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen waren, sich so regenerieren konnten und auch um mit den verbliebenen Spielerinnen (sechs Spielerinnen weilten bei Auswahllehrgängen des DHB) intensiv im individuellen Bereich zu arbeiten.

Sie haben den Saisonstart sicherlich intensiv analysiert, wie fällt Ihr Fazit aus? Was muss besser werden?

Wir sind mit den bislang wechselhaften Leistungen natürlich ebenso wenig zufrieden wie mit den zwei Pluspunkten. Es gibt einige Bereiche in denen wir uns möglichst kurzfristig deutlich steigern wollen und müssen.

Mit einem Sieg aus drei Spielen steht der BSV auf dem 13. Tabellenplatz. Sicherlich nicht der Anspruch des Vereins und Ihr persönlicher.

Wir haben eine sehr junge, wahrscheinlich sogar die jüngste Mannschaft der Liga, von deren Potenzial wir absolut überzeugt sind. Wir arbeiten konzentriert, konsequent und mit der nötigen Geduld daran, unser Niveau zu steigern und unsere Leistungen zu stabilisieren. Der Tabellenplatz ist nur eine Momentaufnahme, mit der wir heute sicher nicht zufrieden sind. Abgerechnet wird aber erst am Ende der Saison, dann wird der Tabellenplatz zeigen was für eine Saison wir gespielt haben.

Spiegelt der Tabellenplatz aus Ihrer Sicht den tatsächliches Leistungsstand Ihres Teams wider?

Nein, ich denke es gibt eine ganze Reihe von Mannschaften hinter den absoluten Topteams die über ein sehr ähnliches Leistungsvermögen verfügen. Die jeweilige Tagesform entscheidet da über Sieg oder Niederlage und wer am konstantesten sein Potenzial abruft landet am Ende dicht hinter der Spitze.

Leverkusen, Bensheim/Auerbach, Bad Wildungen und der THC warten im Oktober auf Ihre Mannschaft. Ihre Einschätzung zu diesem anspruchsvollen Programm?

Wir haben jetzt erstmal zwei Heimspiele, in denen wir alles daran setzen wollen zu gewinnen. Aus Erfolgen generiert man Selbstvertrauen, was gerade für unsere jungen Spielerinnen sehr wichtig ist.

Wie lautet das kurzfristige Ziel des BSV?

Eine erkennbare Leistungssteigerung und Spiele gewinnen!