Foto: Waiblingen Tigers

Gleich am ersten Spieltag der neuen Saison, stehen sich zwei ambitionierte Teams gegenüber. Die Waiblingen Tigers empfangen am kommenden Samstag die Spreefüxxe Berlin. Beide Zweitligisten gelten durchaus als mögliche Aufstiegskandidaten. Vor dem Ligaauftakt am Wochenende, haben wir die Tigers aus Waiblingen etwas genauer unter die Lupe genommen.

Der Trainer

Mit Thomas Zeitz konnten die Verantwortlichen der Waiblingen Tigers einen echten Coup landen. Zeitz führte 2019 die Meenzer Dynamites in die ersten Liga und entschied sich Anfang 2020, für eine berufliche Veränderung. In Waiblingen übernimmt er die erfolgreiche Arbeit von Nicolaj Andersson, der nun in der Schweiz tätig ist. Zeitz findet in Waiblingen hervorragende Voraussetzungen vor, mit der sportbegeisterten Region Baden-Württemberg im Rücken, um auch die Tigers nach und nach an die 1. Liga heranzuführen. Unterstützt wird der ehrgeizige Coach von Co-Trainer Adrian Müller und TW-Trainer Fabian König.

Die Zugänge

Branka Zec (Frisch Auf Göppingen), Vivien David (HSG Blomberg-Lippe), Judith Tietjen (VfL Bad Schwartau), Mariel Wulf (Borussia BVB Dortmund), Lucija Zeba (Nekarsulmer Sport-Union/Leihe)

Die Abgänge

Mandy Hoogenboom (im Laufe der der letzten Saiso/nun in der zweiten Mannschaft), Tina Welter (im Laufe der letzten Saison – Frisch Auf Göppingen), Laura Pavic (Ziel unbekannt), Ann Kynast (HSG Blomberg-Lippe)

Der Kader

Branka Zec, Vivien David, Celina Eileen Meißner (alle drei TW), Alina Rieder, Judith Tietjen, Tanja Padutsch, Mariel Wulf, Lena Klingler, Altina Berisha, Caren Hammer, Vanessa Nagler, Sinah Hagen, Julia Schraml, Aaricia Smits, Louisa de Bellis, Lisa Kristmann, Vivien Jäger, Lucija Zeba, Simona Nikolovska, Kyra Teixeira da Silva

Diese Spielerin wird überraschen

„Da haben wir ein paar Kandidaten, lassen wir uns überraschen“, beantwortet Trainer Thomas Zeitz die Frage nach einer Akteurin, die überraschen kann. Das größte Überraschungspotenzial besitzen sicherlich die jungen Neuzugänge Lucija Zeba, Judith Tietjen und Mariel Wulf. Zeba kam per Leihe von der Neckarsulmer Sport-Union. Die Kroatin möchte nach einer längeren Verletzungspause zurück zur alter Stärke finden und hat sich dabei bewusst für den Schritt in Liga zwei entschieden.

Mit Judith Tietjen haben Tigers eine entwicklungsfähige Außenspielerin verpflichtet, die auf rechts Tanja Padutsch unterstützen soll. Die spannendste Spielerin ist sicherlich Mariel Wulf. Coach Zeitz hält Wulf für „eine der talentiertesten Spielerinnen ihres Jahrgangs“. Wann die Rückraumspielerin allerdings das erste Mal für die Tigers auflaufen kann, ist noch offen. Wulf zog sich Anfang des Jahres einen Kreuzbandriss zu und wird die Anfangsphase der Saison definitiv verpassen.

Das Saisonziel

„Wir wollen möglichst weit vorne landen und unseren Platz aus der vergangenen Saison bestätigen, wenn nicht sogar verbessern“, so Thomas Zeitz.

Dafür stehen die Tigers

Mutiger, frecher, offensiver, attraktiver und erfolgreicher Handball. Teamgeist wird bei den Tigers großgeschrieben.

Meistertipp der Tigers

„Zwickau war letztes Jahr schon nah dran und hat sich nochmals verstärkt. Auch Berlin und Kirchhof haben viel individuelle Qualität“, schätzt Zeitz die möglichen Aufstiegsaspiranten ein.

Wunsch für die Saison 2020/21

Thomas Zeitz: „Wir wünschen uns das alle gesund bleiben und wir trotz der aktuellen Situation eine „normale Saison“ spielen können. Dementsprechend würden wir uns natürlich auch wünschen, dass alles sportlich entschieden wird.“

frauenhandball.com Prognose

Mit Thomas Zeitz haben die Waiblingen Tigers nun einen echten „Aufstiegsexperten“ an Board. Ob es aber schon in der ersten Saison mit dem ganz großen Wurf klappt ist schwierig zu beantworten. Zeitz wird seinem Team, bei allen Ambitionen und Saisonzielen, genügend Zeit geben um sich zu finden und als Mannschaft gemeinsam zu wachsen. Immerhin hat mit Ann Kynast die erfolgreichste Torschützin den Verein in Richtung Blomberg-Lippe verlassen. Schaut man sich die einzelnen Positionen genau an, so sieht man dennoch eine Menge Qualität und eine gute Mischung aus jung und erfahren.

Im Tor konnten die Tigers mit der 33-jährigen Branka Zec eine exzellente Spielerin verpflichten, die mit den jungen Torfrauen Celina Meißner und Vivien David ein gutes Gespann bilden wird. Als Spielmacherin haben die Tigers mit Sinah Hagen eine schnelle Regisseurin in ihren Reihen, die darüber hinaus über eine gute Spielübersicht verfügt. Auch Aaricia Smits wird nochmals einen Schritt nach vorne machen und als Linkshänderin eine wichtige Rolle spielen. Zudem kommt mit Vivien Jäger eine durchsetzungsstarke Kreisläuferin, die offensiv und defensiv überzeugen kann. Hinzu werden wie bereits erwähnt auch die talentierten Zeba und Tietjen auf sich aufmerksam machen. Mariel Wulf wird nach überstandener Verletzung im Laufe der Saison zum Team stoßen und nochmal ganz neue Impulse einbringen.

Sind die Tigers also ein Aufstiegskandidat? Läuft alles optimal, werden die Tigers sicherlich lange im Aufstiegsrennen dabei sein. Allerdings gehören zu diesem Rennen mehrer Teams, wie zum Beispiel Sachsen-Zwickau oder Berlin. Am Ende der Saison wird Konstanz ein wichtiger Faktor sein, wer den Sprung in Liga eins schaffen wird. Für Waiblingen wird es wohl noch nicht reichen.