Hintere Reihe von links: Sven Dubau (Geschäftsführer), Sarah Lamp, Julia Herbst, Natalie Axmann, Louise Cronstedt, Evelyn Schulz, Marleen Kadenbach, Lisa Borutta, Kim Berndt, Svea Geist, Matthias Steinkamp (Co-Trainer). vordere Reihe von links: Stefanie Nordbruch (Teamärztin), Marthe Nicolai, Melissa Luschnat, Zoe Ludwig, Mareike Vogel, Sophie Löbig, Maj Nielsen, Alexia Hauf, Dubravko Prelcec (Trainer) (Foto: HL Buchholz Rosengarten)

Der Saisonstart der HBF rückt in greifbare Nähe. Auch die Handball-Luchse Buchholz Rosengarten haben bereits die heiße Phase der Saisonvorbereitung eingeläutet. Kurz vor dem Ligaauftakt am 5. September, blicken wir auf frauenhandball.com etwas genauer auf die Handball-Luchse.

Es ist kein Geheimnis, dass die Handball-Luchse als Aufsteiger natürlich um den Klassenerhalt in der Bundesliga spielen werden. Die Mannschaft von Trainer Dubravko Prelcec wird vor allem gegen die direkten Konkurrenten Mainz, Halle-Neustadt und Kurpfalz Bären Ketsch punkten müssen, um eine realistische Chance auf den Ligaverbleib zu haben.

Der Trainer

Dubravko Prelcec ist seit 2018 für die Luchse tätig und formte innerhalb kürzester Zeit eine absolute Spitzenmannschaft, die in der zweiten Liga kaum zu schlagen war. Nach dem die Verantwortlichen der Luchse um Manager Sven Dubau auch hinter den Kulissen die Voraussetzungen für die Bundesliga erfüllten, kann Buchholz-Rosengarten nun nach zwei Jahren, in denen man auf den Aufstieg verzichtete, das Abenteuer 1. Liga beginnen. Prelcec wird von Matthias Steinkamp und Christine Lindemann unterstützt, die sich um die Torfrauen kümmert. Steinkamp und Lindemann haben viele Jahre Erfahrung um Frauenhandball und sind ein wichtiger Teil im Trainerteam der Luchse. Hört man sich im Umfeld der Spielerinnen um, so schafft es Dubravko Prelcec gemeinsam mit seinen Staff, ein gutes Klima innerhalb der Kabine zu schaffen. Gerade als Underdog, muss die Stimmung und der Teamgeist innerhalb der Mannschaft passen.

Die Abgänge

Mit Zeliha Puls, Johanna Heldmann und Kim Land mussten die Luchse zwar nur drei Spielerinnen ziehen lassen, allerdings waren vor allem zwei davon unangefochtene Stammspieler der Aufstiegsmannschaft. Jojo Heldmann wird den Luchsen vor allem mit ihrer Wurfgewalt fehlen. Die Linkshänderin war in der zweiten Liga wohl eine der besten Rückraumspielerin. Kein Wunder also, dass sich der Nordrivale Buxtehude die Dienste von Heldmann sicherte. Auch Kim Land war Dreh- und Angelpunkt der Luchse. Die Spielmacherin führte Regie und zählte zur absoluten Leistungsträgerin. Land entschied sich nach dem geglückten Aufstieg aber für die private Karriere und wird zukünftig den Fokus auf ihre Arbeit als Tierärztin legen. Zeliha Puls hingegen zieht es in die Hauptstadt. Nach vier Jahren bei den Luchsen, wird Puls nun in der zweiten Liga für die Spreefüxxe Berlin auflaufen. Nicht vergessen sollte man auch Cassandra Nanfack, die zwar nicht regelmäßig in der zweiten Liga auflief, aber zum Kader der Luchse gehörte. Die junge talentierte Rückraumspielerin wird nun beim HSV Solingen Gräfrath wichtige Spielpraxis sammeln.

Die Zugänge

Manager Sven Dubau konnte für die Mission Klassenerhalt insgesamt vier neue Spielerinnen unter Vertrag nehmen. Mit Louise Cronstedt, Maj Nielsen, Melissa Luschnat und Natalie Axmann hat Dubau interessante Spielerinnen für den Aufsteiger begeistern können. Die Schwedin Cronstedt kam im Sommer von OV Helsingborg und versucht nun in Deutschland auf sich aufmerksam zu machen. Maj Nielsen kommt vom Kooperationspartner Buxtehude und gilt mit ihren 17 Jahren als großes Talent. Die Jugend-Nationalspielerin soll die Lücke auf der rechten Außenbahn schließen, die durch die Verletzung von Marthe Nicolai entstanden ist. Allerdings kann Nielsen auch im Rückraum eingesetzt werden. Auch Melissa Luschnat kommt vom Buxtehuder SV und soll auf Linksaußen die Qualität im Kader anheben. Luschnat hat in den vergangenen Jahren davon profitiert, mit Lone Fischer eine erfahrene Spielerin auf ihrer Position vor sich zu haben, die ihrer Erfahrung auch an jüngere Spielerinnen weitergegeben hat. Die Lücke von Kim Land soll Natalie Axmann schließen. Auch Axmann kommt vom BSV, allerdings spielte die Spielmacherin zuletzt in der Zweitvertretung des Kooperationspartners und wird sich sicherlich an das deutlich höhere Niveau in Liga eins gewöhnen müssen. Allerdings kennt sich Axmann in Buchholz Rosengarten gut aus und wird in ihrem gewohnten Umfeld sicherlich mit einer guten Leistung überzeugen können.

Der Kader

Zoe Ludwig, Mareike Vogel, Sophie Löbig (alle drei TW), Sarah Lamp, Julia Herbst, Natalie Axmann, Louise Cronstedt, Evelyn Schulz, Marleen Kadenbach, Lisa Borutta, Kim Berndt, Svea Geist, Marthe Nicolai, Melissa Luschnat, Maj Nielsen, Alexia Hauf

Schlüsselspielerin

Zwar hat jede Mannschaft eine Spielerinnen, auf die es ganz besonders ankommt. Doch nach dem Abgang von Johanna Heldmann und Kim Land ist es vor Saisonbeginn äußerst schwierig zu beantworten, wer bei den Luchsen eine Schlüsselrolle spielen wird. Somit entscheiden wir uns erstmal für eine typische Floskel: „Das Team ist der Star.“ Ohnehin kann ein Klassenerhalt nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelingen.

Meistertipp der Luchse

SG BBM Bietigheim und BVB Dortmund

Wunsch für die Saison 2020/21

„Wir wünschen uns, dass die Saison möglichst reibungslos und komplett zu Ende gespielt werden kann. Dazu wenige Verletzungen und viele großartige Momente im Abenteuer 1. Bundesliga“, so die Luchse auf Nachfrage von frauenhandball.com.

fraunhandball.com Prognose

Wie bereits erwähnt, geht es für den Aufsteiger nur um den Klassenerhalt. Dubravko Prelcec und sein Team haben in den vergangenen Jahren quasi nur Erfolge gefeiert und selten mehrere Niederlagen hintereinander verkraften müssen. Aus einem Spitzenteam der zweiten Liga, wird nun ein klarer Underdog in Liga eins. Vor allem die Abgänge von Heldmann und Land müssen aufgefangen werden. Allerdings ist Sven Dubau dafür bekannt, gute und entwicklungsfähige Spielerinnen zu verpflichten. Man darf also besonders darauf gespannt sein, wie sich die Schwedin Louise Cronstedt in der Bundesliga schlagen wird. Für die Luchse werden die Duelle gegen Mainz, Ketsch und Halle-Neustadt von besonderer Bedeutung sein, um den Ligaverbleib zu sichern. Zudem ist den Luchsen durchaus zuzutrauen das man auch gegen Teams wie Oldenburg und Bad Wildungen überraschen kann. Zwar werden sich die Luchse bis zum Schluss im unteren Drittel der Tabelle wiederfinden, dennoch wird die Mission Klassenerhalt gelingen.