Foto: Buxtehuder SV

Normalerweise bereitet sich der Buxtehuder SV im dänischen Ringkøbing auf die Bundesliga-Saison vor. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Trainingslager in diesem Sommer abgesagt werden. Stattdessen trainiert die Mannschaft in dieser Woche in der heimischen Halle Nord.

Nach einer Woche im individuellen Training versammelte Trainer Dirk Leun die Mannschaft am Montagabend zum Auftakt einer intensiven Trainingswoche. Sieben Einheiten in der Halle Nord sowie zwei Trainingsspiele gegen den Zweitligisten TSV Nord Harrislee sind für diese Woche angesetzt. Hinzu kommen mehrere Teambesprechungen und -abende. Highlight der Trainingswoche wird der Freitag. Zunächst geht es für die Spielerinnen zum Wasserski und anschließend findet eine gemeinsame Kanutour statt. „Es ist wichtig, auch mal etwas anderes zusammen zu machen“, sagt BSV-Trainer Dirk Leun.

Lisa Antl am Kugel-Labyrinth (Foto: BSV)

Dass Leun die Mannschaft in seinem 13. Jahr beim BSV erstmals nicht in Ringkøbing auf die Bundesliga vorbereiten kann, stellt ihn vor eine besondere Aufgabe. „Es ist nicht mit einem Trainingslager in Dänemark zu vergleichen. Es ist alles improvisiert.“ So stehen zum Beispiel nicht dauerhaft zwei Physios zur Verfügung. Doch die Spielerinnen haben täglich zwei Zeitfenster, in denen sie sich bei Lasarzik & Lohmann behandeln lassen können. „Das haben wir gut gelöst“, sagt Leun. Der gravierendste Unterschied sind jedoch die hochklassigen Testspiele. Bei dem Turnier im Rahmen des Trainingslagers spielt das Team normalerweise gegen dänische Erstligisten. „Die Spiele sind oft lehrreich und schmerzhaft. Doch wir müssen es in diesem Jahr so nehmen, wie es ist.“

Mieke Düvel und Paula Prior bei individuellen Übungen (Foto: BSV)

Stimmen zum Trainingslager:

Lone Fischer: „Es ist etwas anderes, als wenn wir wegfahren. Wir machen aber aus der Situation das Beste und versuchen die Abende gemeinsam zu gestalten.“

Caroline Müller-Korn: „Eigentlich lernt man seine Mitspielerinnen im Trainingslager von einer ande- ren Seite kennen, weil 24 Stunden zusammen sein auch eine gewisse Stresssituation sind. Auf der anderen Seite können wir in unseren Betten schlafen und kommen dadurch erholter zum Training.“

Luisa Scherer: „Bei einem Trainingslager an einem anderen Ort kommt man normalerweise aus dem normalen Trainingsalltag heraus. Aber es hat auch Vorteile, das wir in Buxtehude sind, das uns hier alles bekannt ist.“