Wann die Vipers in die Saison 20/21 starten werden, steht aufgrund der aktuellen Corona-Krise noch in den Sternen. Dennoch kann der Bundesligist wichtige Personalentscheidungen verkünden. Mit der Vertragsverlängerung der dienstältesten Vipers-Spielerin Manuela Brütsch und der Neuverpflichtung von Schweizer Nati-Partnerin Lea Schüpbach, setzen die Verantwortlichen zwischen den Pfosten auf ein schweizerisches Duo. Damit ist klar, dass sich die Wege von Torfrau Anne Bocka und den Bad-Wildungen Vipers trennen.

Die 36-jährige Manuela Brütsch gehört inzwischen fast schon zum Inventar des Wildunger Bundesliga-Handballs. Seit 2012 hütet sie das Gehäuse der Nordhessinnen. Bestimmt hat „Schweini“ auch schon an ihr Leben nach der Handballkarriere gedacht, konnte aber von den HSG-Verantwortlichen nach einer ganzen Reihe von Gesprächen für eine weitere Saison gewonnen werden. Die aktuelle Situation bestärkte den getroffenen Entschluss der Schweizerin nach der vorzeitig abgebrochenen Spielzeit 19/20 umso mehr. „Mir ist schnell klar geworden, dass ich auf diese Art und Weise nicht aufhören möchte und unbedingt noch zeigen will, welches Potential eigentlich in dieser Mannschaft steckt. Gerade jetzt in der Zeit, in der wir weder spielen noch mit dem Team trainieren durften, wurde mir umso mehr bewusst, wie viel Spaß ich noch immer habe und dass meine Motivation noch kein bisschen nachgelassen hat. Nach dem abruptem und völlig unvorhersehbaren Saisonabbruch bin ich einfach nur dankbar dafür, dass ich eine weitere Saison das Vipers-Trikot tragen darf. Und ich freue mich natürlich sehr, in Zukunft zusammen mit meiner Nati-Kollegin Lea, das Torhüterduo bilden zu dürfen“, so Brütsch. 

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer ist dieses Jahr mehr denn je froh, dass Manu ihren Vertrag verlängert hat: „Wir kennen die Qualitäten von Manu, sie kann Spiele im Alleingang entscheiden, was sie auch diese Saison wieder bewiesen hat. Sie steckt mitten in der Planung für ihr Leben nach dem Handballsport, von daher bin ich umso glücklicher, dass sie ihren Vertrag trotzdem nochmal verlängert hat.

Die 22-jährige Lea Schüpbach wechselt vom französischen Erstligisten Paris 92 in die Kurstadt, wo die sympathische Schweizerin einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben hat. Vor allem die sportliche Perspektive hat sie überzeugt: „Nach meinem ersten Jahr im Ausland in Paris freue ich mich sehr auf die neuen Herausforderungen und die aussichtsreiche Perspektive bei den Vipers in der 1. Bundesliga. Zusammen mit Manuela Brütsch werde ich versuchen, mit besten Leistungen zu überzeugen. Dabei werde ich sicher auch von Manus langjähriger Erfahrung profitieren. So, wie wir es in der Schweizer Nationalmannschaft auch schon gemeinsam praktizieren.“ 

Auch Bremmer ist von der Kompatibilität der beiden Landsfrauen überzeugt: „Lea war meine absolute Wunschspielerin auf der Torhüterposition. Sie hat einen anderen Stil als Manu und auch die Stärken der beiden unterscheiden sich. Trotz ihres jungen Alters konnte sie bereits einige internationale Erfahrungen mit der Schweizer Nationalmannschaft sammeln und hat mit Paris auch schon ihre erste Auslandsstation hinter sich.

Lea Schüpbach wurde am 10. September 1997 in Winterthur geboren. Bei Yellow Winterthur begann ihre sportliche Laufbahn ehe sie 2017 zu den „Spono Eagles“ nach Nottwil wechselte. Dort feierte Lea ihre bisher größten Erfolge mit einer Schweizer Meisterschaft und zwei Schweizer Cup-Titeln. In der abgelaufenen Saison lief die Torhüterin in Frankreich für „Paris 92“ auf.

Vipers-Geschäftsführer Uwe Gimpel sieht in der Verpflichtung einer weiteren Schweizerin auf der Torhüterposition viele Vorteile: „Mit Lea kommt eine sehr sympathische und offenherzige junge Frau nach Bad Wildungen. Dass sie und Manu sich bereits aus der Nationalmannschaft kennen, kann für uns nur von Vorteil sein. Die beiden werden uns als eingespieltes Duo, das sich sehr gut ergänzt, sicherlich viel Freude in der kommenden Saison bereiten.

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