Mit der Entlassung von Cheftrainerin Dagmara Kowalska zogen die Verantwortlichen des TV Beyeröhde vor einigen Wochen die Reißleine. Allerdings gingen auch die ersten Spiele unter der neuen Trainerin Sabine Nückel allesamt verloren. Gegen Halle (23:31), Rödertal (25:26) und in der vergangenen Woche gegen Leipzig (30:32) verließen die Handballgirls die Platte als Verlierer.

Auch wenn die Verantwortlichen des TV Beyeröhde mit der Trainerentlassung eine nachvollziehbare Entscheidung getroffen haben, bleiben die Probleme die gleichen:

Leistungsträger außer Form:
Ein großer Faktor für die unkonstanten Leistungen in den vergangenen Monaten war auch die angespannte Personallage. Bereits während der Sommervorbereitung musste die ehemalige Trainerin Kowalska auf viele Spielerinnen verletzungsbedingt verzichten. Eine geregelte Vorbereitung auf die anstehende Saison, sowie das einstudieren von offensiven und defensiven Abläufen blieb somit meist auf der Strecke. Seit einigen Wochen sind nahezu alle Handballgirls wieder einsatzbereit, doch die vermeintlichen Leistungsträger wie Melanie Fabisch oder Luisa Knippert können derzeit nicht an ihr hohes Niveau anknüpfen. Auch Ramona Ruthenbeck, die in der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss erlitt und in dieser Spielzeit wieder als Spielmacherin agiert, kann das Team derzeit nicht mitziehen.

Abgänge nicht zu ersetzen:
Ein weiterer Grund für die derzeitige Situation dürften auch die Abgänge von Pia Adams und Johanna Heldmann sein. Die beiden Rückraumshooter sind in der Form einfach nicht zu ersetzen. Gerade wenn sich der TVB in der Offensive schwer tut, fehlen die sogenannten „einfachen“ Tore aus acht bis neun Metern, für die Adams und Heldmann aufgrund ihrer Qualität in jedem Spiel gut waren. Diese Abgänge konnte der TVB im Sommer nicht ersetzen. Auch Annefleur Bruggeman, die bei den Werkselfen Leverkusen spielt und mit einem Zweitspielrecht ausgestattet wurde, kann für den TVB kein Spiel im Alleingang gewinnen.

Kein Spielglück:
Zudem haben die Handballgirls derzeit einfach das Pech auf ihrer Seite. Bestes Beispiel dafür war das Heimspiel gegen den HC Rödertal, wo die Handballgirls in den entscheidenden Momenten ein ums andere Mal Pfosten oder Latte trafen. Auch am vergangenen Sonntag gegen Leipzig fehlte in der Schlussphase der Mut und die Entschlossenheit, was in der derzeitigen Phase nachvollziehbar ist.

Das macht Hoffnung:
Der TV Beyeröhde ist im Abstiegskampf angekommen. Allerdings hat die Mannschaft von Sabine Nückel nach wie vor genügend Qualität im Kader, um jeden gegner in der zweiten Liga zu schlagen. Knüpfen die Handballgirls an die guten Ansätze aus den vergangenen Spielen an, so sollten die benötigten Punkte für den Klassenerhalt schnell eingesammelt werden. Gerade die kommenden Partien gegen Herrenberg (01.02.) und zuhause gegen Kirchhof (08.02.), allesamt direkte Konkurrenten, sind von großer Bedeutung. Trotz der sportlichen Situation können sich die Handballgirls auch auf ihre treuen Fans verlassen, die den TVB auch in schlechten Zeiten zur Seite stehen.

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